Lossetal

Streit um A44-Trassen: Bürgerinitiative kritisiert Minister

Kaufungen / Helsa / Kassel. Die Absage des Landes an die von ihr propagierte Alternativtrasse für die Autobahn 44 im unteren Lossetal sorgt für erhebliche Kritik bei der Bürgerinitiative (BI) Pro A 44.

Mit seiner Haltung verspiele Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) „jegliche Objektivität“ bei der Planung der Autobahn, sagte BI-Vorsitzender Dr. Wolfram Glaß. Al-Wazirs Position offenbare, „dass er nicht nach verkehrlichen, sondern nur nach politischen Gesichtspunkten abwägt“. Dadurch mache sich der Minister „rechtlich leicht angreifbar“, so Glaß.

Wie berichtet, hatte das Land diese Woche ungeachtet der laufenden Prüfung aller Varianten durch die Straßenbaubehörde Hessen Mobil erklärt, dass die sogenannte H-Trasse von der Kunstmühle bei Oberkaufungen zum Autobahnkreuz Kassel-Mitte schon vor Jahren geprüft und als ungeeignet verworfen worden sei. An der Haltung des Landes habe sich nichts geändert.

Die H-Trasse sei seinerzeit nur deshalb verworfen worden, weil sie dem damaligen Umweltminister Joschka Fischer (Grüne) nicht gepasst habe, entgegnet BI-Vorsitzender Glaß. Nach seinem Eindruck ist es der Bürgerinitiative gelungen, mit ihrer Forderung nach einer erneuten Prüfung der H-Trasse in Wiesbaden „endlich Gehör zu finden“. Das Ergebnis der Variantenprüfung soll im März 2016 vorgelegt werden. (ket)

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