Engpass

A49-Baustelle: Lastwagen in Schieflage sorgen für brenzlige Situationen bei Baunatal

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Brenzlige Situation: Wegen der Überfahrt über den früheren Mittelstreifen geraten Lkw an dieser Stelle in Schräglage. Autofahrer, die auf der linken Spur unterwegs sind, bekommen zumindest einen Schrecken, manchmal geraten die Lastwagen sogar aufgrund der Verschwenkung auf die linke Fahrspur. Dann wird’s richtig gefährlich.   

Baunatal. Seit dem Herbst sind Autofahrer auf der A 49 in Höhe der Anschlussstelle Baunatal-Nord einer besonderen Gefahrensituation ausgesetzt.

In Fahrtrichtung Kassel, im Bereich einer Brückenbaustelle, neigen sich Lastwagen bedrohlich zur Seite – in Richtung der stark befahrenen linken Fahrspur.

Grund für das Abkippen der Lkw ist die Zusammenführung der vorübergehend getrennten rechten und linken Fahrspur. An diesem Punkt der Baustelle wird die rechte Fahrspur über den früheren Mittelstreifen geführt. Aufgrund des daraus entstandenen kleinen Hügels scheinen Lkw und Busse beim Überfahren plötzlich zur Seite zu kippen. Für Autofahrer, die auf dem linken Fahrstreifen von hinten kommen, ist das eine bedrohliche Situation, zumal die Lastwagen häufig aufgrund der Verschwenkung tatsächlich auf die linke Fahrspur geraten. Wenn sich ein Auto daneben befindet, wird dieses zwischen Leitplanke und Lkw eingequetscht.

Es handele sich um ein außergewöhnliches Quergefälle, räumt Horst Sinemus, Sprecher der zuständigen Verkehrsbehörde Hessen-Mobil ein. Beim Einrichten der Baustelle und der Überfahrt über den Mittelstreifen habe man versucht, dieses Quergefälle so gut es geht auszugleichen, so der Sprecher weiter. „Mehr war nicht machbar.“

Grund zu handeln sieht Hessen Mobil indes nicht. Er gehe davon aus, dass die Situation so bis zum Ende des Brückenbaus in der zweiten Jahreshälfte 2018 so bleiben werde, erläutert Sinemus. „Wir haben es im Auge.“

Die Autobahnpolizei habe in dem Baustellenabschnitt einen leichten Anstieg der Unfallhäufigkeit registriert, berichtet Polizeisprecher Matthias Mänz auf Anfrage. „Es passiert zwar der eine oder andere Unfall mehr, die Zahlen sind aber nicht deutlich angestiegen.“ In Bezug auf die Zusammenführung der beiden Fahrspuren habe die Polizei absolut keine Auffälligkeiten festgestellt, betont der Sprecher allerdings. Genaue Unfallzahlen zu dem Baustellenabschnitt bei Baunatal-Nord konnte die Polizei auf Anfrage nicht nennen.

Die Arbeiten an den Brücken selbst ruhen jedenfalls derzeit. Wegen der großen Nässe könnten die Firmen aktuell nichts machen, betont Hessen-Mobil-Sprecher Horst Sinemus. „Das Wasser steht in der Baugrube. Wir können es nicht sagen, wann es weiter geht.“

Der Bau der beiden A 49-Brücken bei Baunatal-Nord dauert bereits zwei Jahre. Er soll laut Sinemus in der zweiten Jahreshälfte 2018 beendet sein. Der Bund investiert 6,9 Millionen Euro.

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