Arbeiten laufen auf Hochtouren

Lärmschutzbaustelle an der A7: Betonelemente werden recycelt

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Alte Schutzwand wird entfernt: Um die östlichen Kasseler Stadtteile besser vor dem Autobahnlärm der A7 zu schützen, wird eine drei Meter höhere Lärmschutzwand errichtet. Die Betonelemente werden mit großen Muldenkippern abgefahren und recycelt. Unser Bild zeigt den Blick in Richtung Süden.

Lohfelden/Kassel. Die Arbeiten an der A7-Lärmschutzbaustelle bei Lohfelden/Kassel laufen auf Hochtouren: Die alte Lärmschutzwand auf der Westseite wird beseitigt.

Ende Mai soll sie ganz verschwunden sein. Dann kann mit dem Bau der neuen Schutzwand begonnen werden. Bis Ende Juni 2016 soll das knapp zwei Kilometer lange Stück fertig sein.

Mit schweren Maschinen rücken die Arbeiter der Baufirma Rädlinger (Leipzig) dem Erdwall zu Leibe. Die Raumgitterwand ist bereits zum größten Teil abgetragen. Die Betonfertigteile werden mit Muldenkippern abtransportiert und am Rande der Autobahn zerkleinert.

Unter großem Lärm schneidet die Spezialzange eines Baggers die meterlangen Stahlbetonteile in kleine Stücke. Anschließend werden sie in einer Brecheranlage zu Recycling-Material verarbeitet. An der A7-Baustelle wird dies laut Rädlinger-Bauleiter Olaf Koschnicke aber nicht verwendet - Hessen Mobil will die neue Schutzwand aus neuem Material errichtet haben.

Vor dem Bau der neuen Wand wird die Böschung aufwendig gesichert. Denn um den rückseitigen Damm mit den Bäumen so weit wie möglich zu erhalten, wird die Baugrube mit einem Neigungswinkel von 75 Grad und elf Meter Tiefe sehr steil. Damit die Erde nicht abrutscht, treiben Bauarbeiter bis zu sechs Meter lange Stahlanker in die Erde, die einbetoniert werden. Dann wird ein weißes Vlies mit Stützgitter angebracht.30 000 Kubikmeter Bodenaushub fallen laut Hessen Mobil an, 20 000 Kubikmeter davon sollen später zur Verfüllung hinter der neuen Lärmschutzwand verwendet werden.

„Wir liegen im Zeitplan“, sagte Bauleiter Koschnicke der HNA. 16 Mitarbeiter sind derzeit auf der Baustelle aktiv. Wenn die Baufirma Hentschke (Bautzen) - Partner in der Arbeitsgemeinschaft, die von Hessen Mobil den Zuschlag für die Arbeiten erhalten hat - zur Errichtung der neuen Lärmschutzwand anrückt, werden es bis zu 20 Beschäftigte sein.

Während ihres über ein Jahr währenden Einsatzes wohnen die Bauarbeiter in einem Containerdorf, das die Baufirmen im Gewerbegebiet Lohfelden auf einer angemieteten Fläche aufgebaut haben.

A7 bei Kassel: Alte Lärmschutzwand muss für neue weichen

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