Neue Wasserprobe entnommen

Niestetaler Naturbadeteich bleibt weiter wegen Keimbelastung gesperrt

Niestetal. Der Naturbadeteich in Sandershausen kann vorerst weiter nicht zum Baden genutzt werden. Das Ergebnis einer Wasserprobe vom Freitag vergangener Woche brachte am Mittwoch nicht die erhoffte Reduzierung an Keimen zutage, um das Gewässer für die Öffentlichkeit freizugeben.

Das teilte Heike Pflüger von der Gemeindeverwaltung mit. Inzwischen wurde bereits eine weitere Probe entnommen. Deren Ergebnis soll nun am Freitag vorliegen. Bis dahin bleibt der See auf jeden Fall gesperrt.

Warum die Belastung an Keimen weiter zu hoch ist, vermochte Pflüger nicht eindeutig zu beantworten. Ein Grund sei aber wohl die geringe Sonneneinstrahlung der vergangenen Tage. Der Pflanzenfilter entfalte seine Wirkung mit zunehmender Wärme. Scheine also die Sonne weniger, arbeite auch das Filtersystem mit einer geringeren Wirkung, hieß es aus dem Rathaus.

Was zu der erhöhten Keimbelastung und damit zur Sperrung des Sandershäuser Naturbadeteiches geführt hat, konnte sich Pflüger nicht erklären. (kil)

Das sagt Bürgermeister Andreas Siebert zum Badeteich

Seit gut einer Woche ist der Naturbadeteich in Sandershausen wieder einmal wegen zu hoher Keimbelastung gesperrt. Morgen soll das Ergebnis einer weiteren Wasseruntersuchung vorliegen. Über die häufige Sperrung des Badeteiches sprachen wir mit Niestetals Bürgermeister Andreas Siebert (SPD).

Herr Siebert, was sagen Sie zu der neuerlichen Sperrung des Badeteiches?

Andreas Siebert: Wir haben damit ja schon reichlich Erfahrung, somit ist das für uns kein besonderes Ereignis. Jedes Jahr müssen wir den Teich drei, vier Tage schließen. Darüber können wir schon ein Buch schreiben.

Führen möglicherweise Fehler in der Anlage des Teiches zu den immer wieder auftretenden hohen Keimbelastungen?

Siebert: Prinzipiell ist nichts auszuschließen. Doch es handelt sich ja um ein offenes Gewässer. Umwelteinflüsse sind nicht zu steuern, und die Grenzwerte sind sehr niedrig angesetzt. Der Betrieb des Badeteiches wird zudem wissenschaftlich begleitet und Sperrungen des Teiches geschehen vorsorglich.

Mit anderen Worten: Solche Vorfälle müssen hingenommen werden?

Siebert: Ja, das ist so. Wir haben keine Möglichkeiten, gegen die Verunreinigung technisch vorzugehen.

Gesundheitliche Schäden können aber ausgeschlossen werden?

Siebert: Die Anlage ist in ihrer Art zugelassen worden. Somit ist davon auszugehen, dass gesundheitliche Schäden ausgeschlossen werden können. Meine Kinder dürfen dort baden. (kil)

Kommentare

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