Wettbewerbsentwürfe für Innenstadt vorgestellt: Begeisterung hielt sich allerdings in Grenzen

Bäume, Brunnen und eine Loggia

Heinz

Baunatal. Einladendere Zugänge zur Innenstadt, eine verkehrsberuhigte Marktstraße, einige Hingucker an markanten Stellen, mit einheitlichem Bodenbelag optisch vernetzte Gassen rund um den Marktplatz und vor allem viel Grün: Auf diesen gemeinsamen Nenner lassen sich die meisten der neun Entwürfe des Freiraumplaner-Wettbewerbs für die Baunataler City bringen.

Bei der Präsentation am Montagabend im Baunataler Rathaus hielt sich die Begeisterung des Publikums aber in Grenzen. Heute wird das Preisgericht entscheiden, welcher Planer die Nase vorn hat.

Lob gab es aus dem etwa 70-köpfigen Publikum für einzelne Planungsdetails verschiedener Entwürfe. Das gilt für den Vorschlag, entlang der Flaniermeile rund um den Marktplatz Glasvordächer oder gar eine Loggia zu installieren. Die Überdachung werde dafür sorgen, dass die Wege entlang der Geschäfte auch bei schlechtem Wetter frequentiert würden, sagte Peter Hammerschmidt, Präsident der Wirtschaftsgemeinschaft Baunatal und bekam dafür Zustimmung von Heinz Bachmann aus Großenritte. Der SPD-Stadtverordnete fand außerdem die verbesserten Zugänge auf den Marktplatz „erfrischend“.

Auch Vorschläge, den „Schlauch“ hinter der Stadthalle aufzulockern, fanden Zustimmung. Andererseits stießen Vorschläge zur optischen Belebung des Marktplatzes, etwa durch eine Fontäne, auf Kritik. Der Marktplatz muss schon wegen der Marktbeschicker in seiner jetzigen Größe erhalten bleiben“, sagte Sparkassen-Mann Stefan Dittmar, engagiert bei den Innenstadt-Kaufleuten.

Die Mehrzahl der Entwürfe plant ein großzügiges, barrierearmes Eingangstor zur City, zum Beispiel mit einem Märchenbrunnen als Hingucker, von der Kirchbaunaer Straße her bis zur alten Post. Dieser Bereich birgt offensichtlich Zündstoff. Pläne zum Abriss des Postgebäudes und zum Rückbau von Parkplätzen an der Marktstraße ernteten jedenfalls Kritik. „Ich vermisse die Parkplätze. Baunatal ist doch eine Autostadt“, meinte Lothar Schuchardt. Die kostenlosen Parkplätze seien das große Pfund, mit dem die Stadt wuchern könne, ergänzte Dittmar und sagte: „Häuser abreißen, das geht nicht.“

Auch die Idee vieler Planer, die City mit Alleen rundum sichtbar abzugrenzen, fanden nicht alle gut. „Baunatal wächst doch noch“, sagte Dieter Nordmann. Daher müsse die Umgestaltung Chancen für Erweiterungen lassen.

Bürgermeister Manfred Schaub kündigte an, das Wettbewerbsergebnis werde sicher nicht eins zu eins umgesetzt. Es sei nur ein Baustein. Ideen von Bürgern seien weiter willkommen. Fotos: Dilling

Vpn Peter Dilling

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