werden 15 Hektar Stiftswald gerodet – Im Februar Ausschreibung für Tunnel Hirschhagen

Bei Helsa fallen Bäume für die Autobahn 44

Helsa / Hess. Lichtenau. Ungewohnt kahl erscheinen seit Kurzem die Hänge des Stiftswalds an der B7 bei Helsa. Wo bisher die Bäume bis direkt an die Bundesstraße reichten, wird mit schwerem Gerät gerodet.

Der Grund: In einem Jahr soll hier mit dem Bau der A44 begonnen werden. Bis zur Beendigung der Rodungen sind die Fahrspuren auf der B7 verengt.

Die Fällarbeiten dienen der Vorbereitung des Autobahngeländes. 15 Hektar Bäume wurden zwischen Helsa-Ost und der Waldhofkurve gerodet. Auch die Wurzelballen wurden entfernt, denn die Muttererde soll an anderer Stelle wiederverwendet werden. Das gewonnene Holz dürfe die mit den Fällarbeiten beauftragte Firma verwerten, erläutert Projektmanager Reinhold Rehbein von der Behörde „Hessen mobil“ (früher Amt für Straßen- und Verkehrswesen, ASV) in Kassel. Das sei vertraglich so geregelt. Zu sehen sind nun auch die neuen Wirtschaftswege, die im oberen Bereich der Böschung angelegt wurden. Sie sind nötig, weil die alten Waldwege mit dem Bau der Autobahn wegfallen.

Währenddessen bereitet die Kasseler Behörde die Ausschreibung des Tunnels Hirschhagen vor, der mit 4,1 Kilometern Länge der größte Straßentunnel in Hessen sein wird. Im Februar soll die Ausschreibung für das 250 Millionen Euro teure Tunnelprojekt europaweit veröffentlicht werden.

Zum Jahreswechsel 2012/13 kann dann mit den Bauarbeiten am Tunnelmund begonnen werden – wenn nicht, wie zurzeit im A44-Abschnitt „Küchener Tunnel“ bei Hess. Lichtenau – ein unterlegener Bieter Einspruch erhebt.

Vor Beginn der Tunnelarbeiten muss noch eine Ortsumfahrung für den Hess. Lichtenauer Stadtteil Friedrichsbrück geschaffen werden. Auf ihr werden die schweren Erdtransporter den Ort umfahren, die den Abraum aus der Tunnelbaustelle zur ehemaligen Zeche Hirschberg transportieren werden.

Die Bäume im Bereich der Ortsumfahrung sind bereits gefällt, ab April soll das Straßenstück gebaut werden. Für diese Arbeiten werden vier bis fünf Monate veranschlagt.

Von Holger Schindler

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