Mann mit Behinderung musste Restaurant verlassen

Aus ICE-Bistro geflogen: Fahrgast widerspricht Deutscher Bahn

Ahnatal. Sven Makoschey wehrt sich gegen die Darstellung der Deutschen Bahn. Der 45-jährige Berufspendler aus Ahnatal, der zu 50 Prozent schwerbehindert ist, war während der Fahrt von Frankfurt nach Kassel aus einem ICE-Bistro geworfen worden.

Dort sitzt Makoschey, da die Sitze härter als im Behindertenabteil sind und es im Bistro mehr Beinfreiheit gibt, was ihm die Bahnfahrt erleichtere.

Aktualisiert um 17.05 Uhr

Mitarbeiter der Bahn hatten ihn während der Fahrt am 11. November des Bistros verwiesen, weil er nichts verzehrte und für andere Kunden den Sitz räumen sollte. Laut eines Bahnsprechers hatte Makoschey sich nicht als Schwerbehinderter ausweisen können.

Dem widerspricht der Ahnataler. Anders als von der Bahn behauptet, habe er seinen Behinderten-Ausweis dabeigehabt und diesen auch dem Bahn-Personal zeigen wollen. Daran sei der Zugführer aber nicht interessiert gewesen, sondern habe während er gerade seinen Ausweis zog, nur abgewunken und sich abgewandt, sagt Makoschey. Daraufhin habe er den Sitz geräumt und das ICE-Bistro verlassen.

„Die Plätze im Bordrestaurant sind vorrangig Gästen vorbehalten, die dort Speisen und Getränke zu sich nehmen möchten.“ Mit diesen Worten hatte die Deutsche Bahn auf die Beschwerde von Sven Makoschey aus Ahnatal reagiert.

Der Vorfall liegt zwei Wochen zurück. Die Bahn hatte angekündigt, den Vorfall zu prüfen.

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Man habe die Mitarbeiter befragt, hatte am Mittwoch ein Bahnsprecher mitgeteilt. Demnach „konnte sich der Beschwerdeführer auch auf Nachfrage nicht als mobilitätseingeschränkter Fahrgast ausweisen“. Da Makoschey keinen Schwerbehindertenausweis vorzeigen konnte, habe das Zugpersonal im Interesse der mit ihren Speisen und Getränken auf einen Sitzplatz wartenden Gäste gehandelt.

Generell bemühten sich die Mitarbeiter, den Bedürfnissen der Fahrgäste gerecht zu werden, so der Bahnsprecher. (mic)

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