Weg zum Bahnhof in Guntershausen wird sicherer

Ganz eng: Für Fußgänger blieb kein Platz mehr, wenn sich ein Lkw durch den Straßentunnel quetschte. Dadurch kam es zu richtig gefährlichen Situationen. Archivfoto: Kühling

Baunatal. Spätestens ab Juli sollen die Menschen aus Guntershausen auf einem sichereren Weg zum Bahnhof gelangen. Dann soll ein neuer Fußweg vom Unterdorf barrierefrei an die neue Unterführung und damit an die Bahnsteige angeschlossen sein.

Der für Fußgänger gefährliche Weg durch einen engen Straßentunnel - ohne Bürgersteige rechts und links - gehört dann der Vergangenheit an. „Die Situation mit dem Weg durch den Straßentunnel war nicht mehr hinnehmbar.“

Die Arbeiten an dem 53 Meter langen Weg von der Straße Am Bahnhof aus haben begonnen. Die Stadt investiert laut Erster Stadträtin Silke Engler 430.000 Euro auf dem Bahngelände. Über 200.000 Euro gibt das Land Hessen dazu. „Die Situation mit dem Weg durch den Straßentunnel war nicht mehr hinnehmbar“, sagte die Vizebürgermeisterin zum Baustart.

Schienen nicht mehr da

Zustande gekommen ist die jetzige Lösung erst nach mehrfachen Hinweisen in der HNA. Die Planer im Rathaus waren nämlich ursprünglich davon ausgegangen, dass ein Wegeanschluss vom Ort an die von der Bahn gebaute Unterführung gar nicht möglich sei, weil noch Gleise zwischen den Bahnsteigen und der Straße Am Bahnhof liegen. Erst aufgrund der Berichterstattung in unserer Zeitung mit dem Hinweis, dass es längst keine Schienen an dieser Stelle mehr gibt, wurden Gespräche zwischen Stadt und Bahn über das schon zu den Akten gelegte Projekt wieder aufgenommen. Jetzt kommt der Weg.

Der neue Fußweg soll an die jüngst fertiggestellte Unterführung der Bahn angebunden werden. Laut Bauleiter Dirk Eisermann vom Planungsbüro Pöyry wird eine provisorische Betonwand in dem Tunnel wieder entfernt, die Rampe führt behindertengerecht, leicht ansteigend aus dem Tunnel heraus. Nach jeweils sechs Metern gebe es eine ebene Plattform.

Oberhalb der Stützmauer soll eine LED-Straßenbeleuchtung installiert werden. Mit der Helligkeit werde man sich an den Normen der Bahn orientieren, so der Bauleiter.

Obwohl der Weg auf Bahngelände gebaut werde, bleibe dieser im Besitz der Stadt, erläuterte die Erste Stadträtin. Mit der Bahn habe man sich nicht auf eine Überlassung einigen können. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass die Bahn später mal verlangen könnte, dass die Kommune den Fußweg wieder zurückbaut. „Wir müssen uns an die Vorgaben des Bundeverkehrsministeriums halten“, erläuterte Gerd Tucholka vom Bahnhofsmanagement in Kassel.

Bahnhof attraktiver

Grundsätzlich erhofft sich das Baunataler Rathaus eine weitere Attraktivitätssteigerung des Bahnhofes. Der Park-und-Ride-Platz werde schon jetzt von Pendlern, die nach Kassel unterwegs seien, gut genutzt, so Engler. Zudem gebe es zahlreiche touristische Angebote in der Nähe. Die Vizebürgermeisterin nannte als Beispiele den Fernradweg R 1 und eine neue Kanuanlegestelle an der Fulda.

Gebaut wird der Weg von der Baunataler Straßenbaufirma Klei. Bei guter Wetterlage, so waren sich die Planer einig, könnte der Weg möglicherweise sogar schon vor Juli 2014 fertig werden.

In Guntershausen stößt das Projekt laut Engler jedenfalls auf breite Zustimmung. „Es gab viel Unterstützung aus dem Dorf.“

Von Sven Kühling

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