Bahnübergang an der Ahnataler Casselbreite wieder voll nutzbar

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Jetzt können auch Pkw passieren: Der neue Bahnübergang an der Haltestelle Casselbreite. An der Schranke im Hintergrund steht die weiße Tonne mit der Technik zur Raumüberwachung.

Ahnatal. Seit Freitag ist der einst unbeschrankte Bahnübergang an der Ahnataler Casselbreite wieder voll nutzbar. Die Baustellenschilder, die nur eine eingeschränkte Nutzung der Schienenquerung ermöglichten, sind nach gut einjähriger Bauzeit entfernt worden.

Eine hochmoderne Schrankenanlage sorgt künftig für Sicherheit bei der Überquerung der Gleise für Fahrzeuge und Fußgänger.

Im Rahmen des zweigleisigen Ausbaus der Bahnstrecke in Ahnatal wurde ein neuer Haltepunkt an der Casselbreite gebaut und bereits in Betrieb genommen. Gleichzeitig wurde ein neuer Bahnübergang geschaffen, der mit seiner technischen Ausstattung den neuesten Erfordernissen entspricht. Jeweils zwei Doppelschranken für die Fahrbahnen sichern den Übergang beim Herannahen eines Schienenfahrzeuges. Einzelschranken sperren den Fußweg, während Signaltöne akustisch und ein blinkendes Rotlicht die Nutzer optisch warnen.

Das Besondere an diesem Bahnübergang ist jedoch das sogenannte Ei, heißt es seitens der Bahn AG. In der weißen Tonne gleich neben der Lärmschutzwand „An der Lieth“ ist eine Technik installiert, die den Bereich des Übergangs kontrolliert. Selbst wenn die Schranken geschlossen sind, erkennt ein Scanner, ob sich ein Gegenstand oder eine Person in dem Bereich zwischen den Schranken aufhält.

Diese Raumüberwachung ist eine weitere Sicherheitsmaßnahme, die im Bedarfsfall Alarm auslöst, Signalanlagen steuert und Züge anhalten kann. Durch Spiegel überprüft die Technik sich ständig selbst und stellt fest, ob der Scanner noch richtig ausgerichtet ist. Sollten Manipulationen erfolgt sein, wird dies unverzüglich gemeldet.

Mit den noch anstehenden Restarbeiten geht die Baumaßnahme in Ahnatal in die Endphase, denn inzwischen wurde auch der Park-&-Ride-Platz westlich der Bahnstrecke fertiggestellt. Die erforderlichen Lärmschutzwände stehen ebenfalls, und eine Begrünung wird in Absprache mit der Gemeinde Ahnatal erfolgen. Auch die Straßen rund um den gesamten Baustellenbereich sind asphaltiert, und in Kürze sollen die neuen Parkscheinautomaten installiert werden.

Ende August wird mit dem Einbau der noch fehlenden Schienen für das neue Parallelgleis und dem Bau des zweiten 115 Meter langen Bahnsteiges begonnen, damit der fahrplanmäßige Verkehr ab dem Fahrplanwechsel Anfang Dezember beginnen kann.

Von Werner Brandau

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