Zirkusprojekt im Piazza – Kinder und Jugendliche studierten Programm ein

Balancieren auf der Kugel

Premierenfinale: Wie beim großen Finale in einer Zirkusvorstellung winken auch die kleinen Zirkusartisten im Vellmarer Piazza ihrem begeistertem Publikum am Ende der Vorstellung noch einmal mit bunten Tüchern zu. Fotos: Brandau

Vellmar. Mit einem Zirkusworkshop für Kinder und Jugendliche ging das Osterferienprogramm der Stadtjugendarbeit in Vellmar zu Ende. Noch einmal waren zwölf Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren dabei, um sich die Kunst des Jonglierens, der Clownerie oder des Einradfahrens von Zirkuspädagogin Carola Friedmann beibringen zu lassen. Am Ende des zweitägigen Workshops gaben die jungen Zirkusartisten im Piazza eine Vorstellung für ihre Eltern.

„Während der beiden Tage des Workshops konnten sich die Kinder aussuchen, was sie gern erlernen wollten“, erklärte Carola Friedmann. Dabei reichte die Palette vom Einradfahren, über Artistik, Stelzenlaufen und Jonglieren bis zur Laufkugel, auf der balanciert wurde. Vor allem die Mädchen hatten sich das Einradfahren ausgesucht, doch so leicht wie es aussah war es nicht. Das musste auch Hanna-Marie Helbig erfahren. Nur mit Mühe und viel Unterstützung durch die Zirkusexpertin hielt sich die Achtjährige auf dem Rad und das, obwohl sie auch zuhause Einrad fährt. Trotzdem fand sie es gar nicht so schwer, sagte sie und versuchte es immer wieder. Auch die sechsjährige Mara Hold machte mit. Sie hatte sich eine etwas leichtere Aufgabe ausgesucht. Sie musste auf einem riesigen blauen Ball balancieren.

Ein wenig Lampenfieber

Julian Wicke, der eigentlich Hobbyzauberer ist, versuchte sich als Diabolo-Akrobat. „Für einen Anfänger ist das schwer“, sagte der Neunjährige, den ein wenig Lampenfieber vor dem Premierenauftritt am Nachmittag plagte.

Während Nikola Hold noch eifrig mit zwei Bällen jonglierte, wurden im Piazza, dem Vellmarer Haus für Jugend und Kultur, bereits die Stühle für die Vorstellung aufgebaut. Die Nervosität wuchs, Unruhe machte sich breit. Es gab letzte Anweisungen von Carola Friedmann, dann nahmen Eltern und Geschwister in den Sitzreihen Platz. Die Musik ertönte und das einstudierte Zirkusprogramm lief ab.

Unter dem Beifall der Zuschauer zeigten die Kinder, was sie an den beiden Tagen einstudiert hatten. Als dann am Schluss der Vorstellung alle Akteure noch eine Polonaise durch den Zuschauerraum machten, belohnten dies die Eltern mit herzlichem Applaus.

Die Vorstellung war gelungen und Julian Wicke, wie auch die elf Mädchen waren sich einig, beim nächsten Zirkusworkshop wieder mitmachen zu wollen.

Von Werner Brandau

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