Bald besserer Takt

Einigung mit NVV: Busse sollen Espenau ab Ende 2013 häufiger anfahren

Umsteigen: An der Endhaltestelle Vellmar-Nord steigen die Fahrgäste von der Tram in den Bus um. Der soll zum Fahrplanwechsel als neue Linie 47 bis in den späten Abend nach Espenau fahren. Foto: Dilling

Espenau. Hohenkirchener müssen sich derzeit mit einem abendlichen Einkaufsbummel in Kassel sputen. Denn nach 19 Uhr fährt kein Bus mehr in die Espenauer Ortschaft. Wer zu spät die Tramlinie 1 in der Fuldastadt besteigt, für den ist deshalb an der Wendeschleife der Straßenbahn in Vellmar-Nord Schluss.

Er muss die 2,5 Kilometer nach Hohenkirchen mit Auto oder Rad zurücklegen. Das wird sich ab Dezember nächsten Jahres ändern. Denn dann fährt der letzte Bus, die neue Linie 47, erst um 22.27 Uhr nach Hohenkirchen.

Diese und weitere Verbesserungen für die Anbindung von Buspendlern habe der Verkehrsverbund NVV für den Fahrplanwechsel im nächsten Jahr zumindest in Aussicht gestellt, teilte Bürgermeister Michael Wielert (SPD) während der jüngsten Gemeindevertretersitzung mit. „Es wird bis nach 22 Uhr attraktive Busverbindungen geben“, sagte er.

Neue Linie 47

Neben Hohenkirchen darf auch Schäferberg auf Verbesserungen hoffen. Die Bewohner dieses Ortsteils konnten nach der Auflösung der früheren Schnellbuslinie 120 im Zuge des Straßenbahnbaus nach Vellmar die Stadt Kassel nur umständlich mit dem Bus 46 und einem Umstieg in Vellmar erreichen. Ab Dezember wird Schäferberg von der neuen Buslinie 100 angefahren, die zwischen Bahnhof Wilhelmshöhe und Flughafen Calden verkehren soll. Dieser Schnellbus ist in einer halben Stunde in Kassel. Der letzte fährt erst um 22.35 Uhr in der Fuldastadt in Richtung Schäferberg ab. Sogar die Mönchehofer werden möglicherweise Vorteile haben. Es gebe Bestrebungen beim NVV, nach der Beendigung der Umbauarbeiten am Bahnhof Mönchehof den Takt der Regiotram zu beschleunigen, sagte Wielert in der jüngsten Sitzung.

Die bessere Busanbindung lässt sich Espenau einiges kosten. Einstimmig beschloss das Gemeindeparlament eine Finanzierungszusage von 25 000 Euro für den öffentlichen Personennahverkehr. „Unterm Strich ist das aber ein äußerst lukratives Ergebnis“, sagte Wielert. Schließlich hätten am Beginn der Verhandlungen Beträge von bis zu 60 000 Euro im Raum gestanden.

Neue Ausschreibung

Das sogenannte Linienbündel 103 Esse-Diemel wird demnächst europaweit für einen Zeitraum von acht Jahren neu ausgeschrieben. Für die Grundversorgung ohne größere Abstriche an den Verbindungen, wie sie schon jetzt vorhanden sind, hätte die Gemeinde nur 15 000 Euro zahlen müssen. Der Aufpreis für eine bessere Anbindung an Kassel sei aber „gut investiertes Geld für Espenau“, sagte Gerrit Langhans, Fraktionschef der CDU. Die Details des neuen Fahrplans und Preisanpassungsklauseln muss die Gemeinde noch später mit dem NVV aushandeln.

Von Peter Dilling

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