Carsten Strzoda übernimmt sein Amt

Espenaus Bürgermeister Michael Wielert wird verabschiedet

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Hobbykoch: In seiner Küche will Michael Wielert im Ruhestand eigene Feinkostprodukte herstellen. Von Ölen bis zu Pesto reicht das Spektrum.

Espenau. Das Foto aus dem Sitzungsraum des Espenauer Rathauses hat Symbolcharakter: Der parteilose Carsten Strzoda wird sich in Zukunft als neuer Bürgermeister durch die Akten wühlen müssen, während sein Vorgänger Michael Wielert (SPD) im Fläschchen eine erste Kostprobe seiner Zwetschen-Crema präsentiert.

Die will er bald im eigenen kleinen Feinkosthandel vertreiben.

Am Montag, 26. Mai, ab 19 Uhr in der Feuerwache wird die Wachablösung in der Sitzung der Gemeindevertreter offiziell vollzogen. Am 2. Juni tritt Strzoda sein Amt an. „Ich werde an meinem ersten Tag als Ruheständler in Prag sein“, sagt dagegen Wielert mit einem Schmunzeln.

Aber, räumt er ein: Wehmut wolle er es nicht nennen, aber ein „bisschen komisch“ sei es schon, nach zwölf Jahren Abschied zu nehmen. Jahre, in denen der 51-Jährige gerade in seiner Anfangszeit wichtige Projekte zur Infrastruktur Espenaus mit auf den Weg gebracht hat. Er sorgte dafür, dass die Neue Mitte gestärkt wurde.

Zusammen mit dem Landkreis Kassel wurden Millionen-Projekte wie die neue Schule, die moderne Sporthalle und das funktionelle Feuerwehrhaus am Kreisel realisiert. Den Schlusspunkt setzte Wielert zusammen mit der Gemeindevertretung, als es gelang, die Werk-Hilfe Calden nach Espenau zu holen, die in der Goethestraße für 5,1 Millionen Euro ein Sozialzentrum baute.

Sein Nachfolger Carsten Strzoda, den Wielert zurzeit einarbeitet, kann dabei von dem ruhigen politischen Fahrwasser profitieren, das die Espenauer Gemeindevertretung auszeichnet. Konstruktive Gespräche mit den anderen Fraktionen habe er schon geführt, sagt der Neue. Auf seiner Agenda zu Beginn der Amtszeit stehen die weitere Stabilisierung der Finanzsituation, das Positionieren Espenaus in der sich wandelnden Energielandschaft - Stichwort EAM - und die endgültige Realisierung des schnellen Internets in Espenau.

In der nächsten Woche wird der neue Bürgermeister noch drei Tage in der Gemeindevertretung verbringen. „Das kriegen wir ganz geschmeidig hin“, verspricht Wielert. „Um Espenau ist mir nicht bange“, ist er zuversichtlich.

Die Arbeit seines Nachfolgers wird Michael Wielert danach entspannt aus der Ferne verfolgen: Neben seinem Plan, im Verwaltungsseminar zu unterrichten, trifft der Hobbykoch in seinem Haus letzte Vorbereitungen, um einen kleinen Feinkosthandel mit selbst produzierten Produkten aufzuziehen. Liebhaber mediterraner Gerichte können sich dann mit würziger Zwetschen-Crema auf Essig-Basis, Ölen, Pesto und Chutney eindecken.

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