Regelmäßige Kontrollen

Bald geht es wieder in den Wald: Gemeinde schließt Verträge für Kindergarten-Nutzung

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Markierter Bereich: Revierförster Harald Möller besprüht Bäume einer Fläche der Waldinteressenten Ihringshausen, die die Kinder vom Tanzplatz künftig während ihrer Waldtage nutzen können. Hinter Möller eine Mulde, verursacht durch eine Bombenexplosion im Zweiten Weltkrieg.

Fuldatal. Einen richtigen Waldtag, den vermissen sie alle, die Kinder und Erzieher vom Tanzplatz. Klar seien in den zurückliegenden Monaten auch Spaziergänge in die Natur gemacht worden, aber „den Wald erkunden, etwas zu bauen und zwischen den Bäumen zu frühstücken, das ist doch etwas ganz anderes“, betont Sonja Hochapfel, Leiterin des Kindergartens.

Bis Mitte März gab es in der Ihringshäuser Einrichtung jede Woche für alle Kinder einen Ausflug in den nahen Forst. Dann flatterte aus dem Rathaus die Anweisung an alle fünf Kindergärten der Gemeinde, aus Haftungsgründen in Wäldern nur noch öffentliche Wege zu betreten. Damit waren zum Beispiel für die Kinder vom Tanzplatz ihr Waldsofa und ihr selbst gebautes Tipi unerreichbar.

Es sei nur noch ein Frage von wenigen Wochen, bis die Fuldataler Kindergartenkinder wieder zwischen Bäumen forschen und spielen können, sagt Hauptamtsleiter Klaus Exner. Mit den Eigentümern, den Waldinteressenten Ihringshausen und Simmershausen sowie Hessenforst habe es in den zurückliegenden Monaten entsprechende Verhandlungen gegeben.

Inzwischen seien konkrete Flächen bestimmt. Sind die Verträge unterzeichnet, werde die Gemeinde eine Firma beauftragen, die Flächen auf abgestorbene Bäume und Äste zu kontrollieren. Dies soll künftig viermal im Jahr geschehen, um mögliche Gefahren zu erkennen und zu beseitigen, sagt Exner.

Harald Möller von der Revierförsterei Fuldatal (Grebenstein) half, die Spielflächen in den Wäldern auszuwählen. Dafür habe es mehrere Kriterien gegeben: Geringe Entfernung zum jeweiligen Kindergarten, das Gelände sollte für die Kinder interessant sein und der Bestand der erhöhten Verkehrssicherheit entsprechen.

So wurde für die Kinder des Tanzplatzes ein neuer Bereich ausgesucht, 100 bis 150 Meter vom alten Standort entfernt. Dieser „hatte einen hohen Anteil an Laubholz mit alten Lärchen. Die bilden im unteren Kronenbereich Trockenäste“, sagt der Revierförster. Auf dem neuen Gelände steht mittelaltes Laubholz ohne abgestorbene Äste. Bodenbewuchs und Mulden machten es für die Kinder interessant. Die alten Bombentrichter eigneten sich hervorragend zum Rutschen, meint Möller.

Wegen der neuen Fläche müsse das Waldsofa neu gebaut werden, sagt Kindergartenleiterin Hochapfel, „aber das ist auch schön“. Neben dem Waldtag soll es für die Kinder vom Tanzplatz ein zusätzliches Angebot geben. Haben sie sich viermal in zusätzliche Ausflüge eingewählt, können sie ein kleine Prüfung zu Fragen aus der Natur machen oder indem sie Pflanzen finden müssen. Hochapfel: „Am Ende gibt es dann eine Medaille.“

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