Neue Trinkwasserversorgung für Helsaer Ortsteil – Leitung aus Fürstenhagen marode – Investition: 700 000 Euro

Bald gutes Wasser für St. Ottilien

Neue Leitung: St. Ottilien (im Hintergrund links) erhält das Wasser künftig aus Eschenstruth. Dazu wird eine 1,1 Kilometer lange Leitung verlegt. Auf dem Hügel in Bildmitte wird ein Hochbehälter errichtet. Unser Foto zeigt den Blick von Eschenstruth nach St. Ottilien. Foto: Schindler

Helsa. Die Einwohner von St. Ottilien dürfen sich freuen: In absehbarer Zeit sollen sie laut Bürgermeister Tilo Küthe (SPD) deutlich besseres Trinkwasser erhalten. Die Gemeinde will eine Wasserleitung von Eschenstruth nach St. Ottilien bauen. Im Jahr 2015 soll die Leitung samt Hochbehälter fertig sein.

Bisher werden die 310 Einwohner des kleinen Helsaer Ortsteils mit Wasser aus Fürstenhagen beliefert. Das ist mit 14 Härtegraden stark kalkhaltig. Das Trinkwasser aus dem Tiefbrunnen Stiftswald bei Eschenstruth sei „erheblich besser“, sagt Küthe.

Grund für die Entscheidung zum Neubau der Wasserversorgung, die das Gemeindeparlament getroffen hat, ist aber vor allem der schlechte Zustand der Versorgungsleitung zwischen Fürstenhagen und St. Ottilien. Die müsste mit großem finanziellen Aufwand ersetzt werden, denn die Leitung ist porös, die Wasserverluste sind groß. Mehrere Hunderttausend Euro wären notwendig, um die Leitung zu sanieren.

Das Geld soll stattdessen in den Bau der neuen Leitung von Eschenstruth fließen. 700 000 Euro betragen die Gesamtkosten. „Das ist die größte Investition der nächsten Jahre“, so der Bürgermeister.

Leitung 1,1 Kilometer lang

Die neue Wasserleitung wird 1,1 Kilometer lang. Sie beginnt am Ortsnetz Eschenstruth im St. Ottilier Weg und führt durch die Gemarkung auf den Kopfroth bei St. Ottilien.

Dort wird ein Hochbehälter mit 150 Kubikmeter Fassungsvermögen errichtet. Von hier fließt das Wasser dann aufgrund des Gefälles über eine weitere Leitung in das bestehende Ortsnetz von St. Ottilien.

Die Planung ist abgeschlossen, der Auftrag soll jetzt im Winter vergeben werden. Die Bauarbeiten könnten dann im Frühjahr beginnen.

Die Investition soll sich innerhalb von elf Jahren amortisieren. Die Gemeinde verspricht sich von dem Projekt finanzielle Vorteile. Denn: „Jetzt kaufen wir das Wasser in Hessisch Lichtenau teurer ein, als wir es verkaufen“, sagt der Bürgermeister. Die Gemeinde müsse bei jedem der pro Jahr in St. Ottilien benötigten 12 000 Kubikmeter Wasser draufzahlen – in zehn Jahren summiert sich das auf eine sechsstellige Summe.

Damit soll nun Schluss sein. Die Bürger werden für das Projekt nicht zur Kasse gebeten. Allerdings sollten sie darauf achten, dass sie einen Kalkfilter in der Wasserzuleitung ihres Hauses haben. Denn durch das harte Wasser hat sich in den Leitungen im Ort im Laufe der Jahre Kalk festgesetzt. Wenn nach dem Bau der neuen Leitung kalkärmeres Wasser zu den Haushalten fließt, könnten sich diese Verkrustungen lösen und ins Hausnetz gelangen.

Von Holger Schindler

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