Rothwesten: Kosten: 700.000 Euro

Landwirt Axel Rothmann plant die Erweiterung seiner Schweinemast

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Investor: Landwirt Axel Rothmann an einem der weitgehend im Boden eingelassenen Güllebehälter, dahinter links der Maststall.

Fuldatal. Axel Rothmann setzt verstärkt auf die Schweinemast. Der Landwirt aus Rothwesten plant, an seinem Standort außerhalb der Ortslage unweit des Iwes-Testzentrums zwei Ställe für jeweils 500 Tiere zu bauen.

Zusätzlich wird ein dritter Güllebehälter errichtet, der wie die beiden bestehenden weitgehend im Boden versenkt wird. Derzeit gibt es am Standort nördlich des Ortes einen Stall für 750 Mastschweine und einen zur Aufzucht von bis zu 1000 Ferkeln.

Für die Erweiterung rechnet Rothmann mit Investitionskosten von „mindestens 700.000 Euro“. Bis zum geplanten Baubeginn im kommenden Frühjahr will sich der 41-Jährige noch verschiedene Ställe ansehen. Das Grundkonzept stehe allerdings, sagt er.

Auf einer Grundfläche von jeweils zwölf mal 50 Metern sollen gemauerte Hallen mit einem Pultdach errichtet werden. An der hohen, nach Süden ausgerichteten Längswand wird ein dichtes Netz den Stall abschließen, sagt Rothmann. Dies kann hochgefahren und runtergelassen werden, um die Temperatur im Innern über eine natürlichen Belüftung zu regeln.

Zu den Boxen in Innern werde es vor der Südwand einen Auslauf für die Schweine geben mit einem strohbedeckten Liegebereich. Ob das Außengelände überdacht werde oder unter freiem Himmel liege, sei noch nicht entschieden, sagt der studierte Landwirt. Aber selbst wenn das Pultdach über den Außenbereich gezogen werde, „es wird dort auch hineinregnen und hineinschneien. Das mögen die Schweine und es macht ihnen auch nichts aus“, sagt Rothmann. Sollte es den Tieren zu heiß oder zu kalt werden, können sie in den Stall gehen.

Auch in der bestehenden Anlage werden die Mastschweine in einem Stall mit Außenklima gehalten. Zusätzlich gibt es sogenannte Ruhekisten, in denen auch im Winter Temperaturen von 18 bis 19 Grad herrschten. Damit unterscheide er sich von konventionellen Mastbetrieben mit abgeschlossenen und zwangsbelüfteten Ställen, sagt der Landwirt.

Eine weitere Besonderheit: „Wir verkaufen alle Schweine an Metzger aus der Region.“ Die Tiere werden mit Futtergetreide aus eigener Produktion und der von Landwirten vor Ort gefüttert. Im Gegenzug bekämen die Kollegen vom ihm den Dünger in Form von Gülle auf deren Ackerflächen.

Mit der Investition in neue Mastställe will Axel Rothmann den Fortbestand des Familienbetriebes sichern. Noch arbeite Vater Detlef in Vollzeit mit, gehe dieser in Rente, werde er aber einen Mitarbeiter einstellen müssen, sagt der Sohn.

Hintergrund

Axel Rothmann stieg 2000, nach dem Studium der Landwirtschaft in Göttingen, in den Familienbetrieb ein. Er kümmerte sich um die Schweinezucht mit Muttersauen und sein Vater Detlef um die Schweinemast. 2010 übernahm der Sohn den Betrieb, die körperlich anstrengende Zucht wurde wegen der Folgen eines schweren Arbeitsunfalls von Axel Rothmann aufgegeben. Seitdem werden Ferkel gekauft und bis zur Schlachtreife gemästet. (mic)

Von Michael Schräer

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