Bald Pflege statt

 Gesundheitsunternehmen mhp will  frühere Zulassungsstelle kaufen

Archivfotos: Klein / dpa

Kassel. Neuneinhalb Jahre nachdem es wegen der Zusammenlegung der Kraftfahrzeug-Zulassungsstellen von Stadt und Landkreis Kassel seine Funktion verlor, hat der Landkreis einen Käufer für das Verwaltungsgebäude im Industriepark Waldau gefunden.

Die in Kassel ansässige Firma mhp Medicare Pflege- und Gesundheitsdienst will das 6700 Quadratmeter große Areal an der Richard-Roosen-Straße für 700.000 Euro übernehmen. Nach dem Umbau soll eine stationäre Pflegeeinrichtung in das Klinkergebäude einziehen. Der Kreistag wird in seiner Sitzung heute in Baunatal über den Verkauf der Immobilie entscheiden. Ursprünglich hatte der Landkreis für das rund 30 Jahre alte Gebäude 790.000 Euro gefordert. Tatsächlich werden von der mhp-Gruppe allerdings nur 677.000 Euro fließen.

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Das Pflegeunternehmen wird zwar bereits am 1. Januar 2013 Eigentümerin des Grundstücks, kann aber erst ab 1. Juli 2013 dort schalten und walten. Bis dahin werden die Büros der früheren Zulassungsstelle noch von den Mitarbeitern der Revisionsabteilung des Landkreises genutzt. Die eigentlich fällige Miete von 23 000 Euro wird von dem Kaufpreis abgezogen. Mit der stationären Pflegeeinrichtung, in der auch Patienten betreut werden sollen, die beatmet werden müssen, will die mhp-Gruppe ihr Angebot erweitern. Nach Angaben von Geschäftsführer Wahdat Achundsada beschäftigt das Unternehmen, das seinen Sitz an der Ochshäuser Straße im Kasseler Stadtteil Forstfeld hat, rund 90 Pflegekräfte. Sie betreuen gut 200 Patienten in der Stadt Kassel und Teilen des Landkreises.

Gegenwärtig verfügt mhp über eine Ambulanz an der Ochshäuser Straße sowie eine Tagespflegeeinrichtung an der Eisenschmiede (Fasanenhof). An der Richard-Roosen-Straße in Waldau sollen einmal 40 bis 50 Patienten betreut werden. Geschäftsführer Achundsada schätzt, dass mindestens 300 000 Euro in den Umbau investiert werden müssen. Der Landkreis Kassel hatte das Gebäude seit 2008 zum Kauf angeboten. Zwar gab es laut Kreissprecher Harald Kühlborn mehrere Interessenten, die Verhandlungen seien aber stets am Kaufpreis gescheitert.

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