Männertreff baute in 200 Stunden Eigenleistung einen Bouleplatz im Stadtteil Vellmar-West

Bald sollen hier die Kugeln rollen

Wolfgang Knittel

Vellmar. Bald können sie rollen, die Kugeln des beliebten Boulespiels. In Kürze ist der Platz fertig, den acht Mitglieder des Männertreffs der Johanneskirche in Vellmar-West weitgehend in Eigenleistung gebaut haben.

Nur gut acht Wochen haben sie vom ersten Spatenstich bis jetzt benötigt, um auf dem Freizeitgelände in der Nähe des evangelischen Kirchenzentrums Vellmar-West ein zwölf mal sechs Meter großes Spielfeld herzurichten, auf dem zwei Teams gleichzeitig spielen können.

Als am 22. April der erste Spatenstich mit einem Bagger vollzogen wurde, hatten die Männer versprochen, sich kräftig ins Zeug zu legen, damit ihr gemeinsames Ziel, einen Bouleplatz zu errichten, Realität wird.

Trotz des kalten und regnerischen Frühjahres kamen die Arbeiten zügig voran. Nach dem Ausbaggern wurden mehrere Fuhren Schotter verbaut und verdichtet. „Dabei wurden wir unter anderem von einer Firma unterstützt, die uns eine Rüttelplatte kostenlos auslieh. Auch der Vellmarer Bauhof stellte eine Rasenwalze zur Verfügung“, sagt Peter Kepper, Mitinitiator des Bauvorhabens. Überhaupt hätten sich die Mitglieder des Männertreffs hervorragend engagiert. Jeder habe im Rahmen seiner Möglichkeiten mitgeholfen.

Dies meint auch Wolfgang Knittel, der seit 30 Jahren in Vellmar-West wohnt. „Ich habe gern mitgearbeitet, weil durch diesen Bouleplatz die Attraktivität unseres Stadtteils erhöht wird“, sagt er.

Außerdem könne man dadurch vielleicht mehr Interessenten für den kirchlichen Männertreff gewinnen, der sehr gute Freizeitangebote habe. Bisher habe er noch nie Boule gespielt, doch das soll sich ändern, wenn der Platz fertig ist, verspricht Knittel. Die erforderlichen Boule-Kugeln habe er jüngst zu seinem 66. Geburtstag geschenkt bekommen.

Während die Männer bislang rund 200 Stunden ehrenamtliche Arbeit geleistet haben, sind sie von ihren Frauen unterstützt worden, die für das leibliche Wohl gesorgt haben. Mit dem Aufbringen des roten Sandes, der von einem nicht mehr benötigten Tennisplatz am Vellmarer Hallenbad stammt, neigen sich die Arbeiten dem Ende zu. „Nachdem der abgewalzt und gewässert ist, ist der Platz eigentlich schon bespielbar“, erklärt Kepper.

Eine offizielle Einweihung soll am 25. August im Rahmen des Stadtteilfestes stattfinden. Dann ist der neue Bouleplatz, der sich harmonisch in das Freizeitgelände einpasst, für jeden offen und benutzbar.

Lediglich die Boule-Kugeln müssen noch mitgebracht werden.

Von Werner Brandau

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