Abrissarbeiten am Rathaus- Rohbau soll bis Spätherbst 2012 stehen

Umbau des Rathauses in Baunatal schreitet voran

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Das Rathaus verändert sein Gesicht: Mit dem Abrissbagger wird der Betonbalkon vor dem Eingang abgetragen. Die Fassade wird im Erdgeschoss und in der ersten Etage zum Marktplatz hin nach vorn gezogen.

Baunatal. Der Umbau des Rathauses schreitet voran und hat jetzt auch den Marktplatz erreicht: Am Montag begann der Abriss des Balkons am Rathauseingang.

Der Eingang zum Marktplatz vom Europaplatz her wird für eine Woche wegen der Bauarbeiten gesperrt sein. Das ist der sichtbare Startschuss zur Erweiterung der Bücherei, die einen separaten Eingang erhält, aufgestockt, energetisch saniert und auf die dreifache Fläche, nämlich knapp 1000 Quadratmeter, erweitert wird.

Die Rohbauarbeiten sollen laut Erster Stadträtin Silke Engler-Kurz bis zum Spätherbst beendet sein. Um die Weihnachtszeit könnte dann der Innenausbau beginnen. Im Herbst 2013 ist die Neueröffnung der Bücherei geplant.

Die Erweiterung der Bücherei setzt ein Raumkarussell im ersten Obergeschoss des Rathauses in Gang: Der Trausaal und das Standesamt werden abgerissen, um der Bibliothek Platz zu machen. Die Trauungen werden künftig dort abgehalten, wo sich jetzt noch der Konferenzraum 118 befindet. Dieser wiederum wird über dem Portal der Stadthalle, das ebenfalls großzügiger gestaltet werden soll, neu gebaut. Der Balkon über dem Stadthalleneingang verschwindet. Sein Treppenzugang ist bereits verschwunden.

Wenn die Abrissarbeiten die Fassade gegenüber dem Herkulesmarkt erreichen, wird auch der dortige Zugang zu den Geschäften hinter der Stadthalle für etwa eine Woche geschlossen. Passanten hätten aber die Möglichkeit, durch die Herkules-Ladenpassage zu den Läden zu gelangen, sagt Engler-Kurz. Außerdem habe man sich mit den Baunataler Geschäftsleuten abgestimmt: Ein Leitsystem von Schildern und Markierungen, die auf Einkaufsziele hinweisen, soll den Passanten die Orientierung erleichtern.

Die Treppe vor dem Rathaus wird ebenfalls abgerissen. Dort wird der Baukran aufgestellt. Das Fundament vor dem Rathaus muss mit Stahlbeton verstärkt werden, weil es durch die Aufstockung der Bücherei eine größere Last tragen muss. Schließlich wird auch die Rampe links vom Rathauseingang abgerissen. Sie wird auf die Seite des Europaplatzes verlegt. Rollstuhlfahrer haben es dann wegen der geringeren Steigung leichter.

Nach der Eröffnung im nächsten Jahr wird die Bücherei einen Anziehungspunkt haben, der zum Verweilen einlädt: Im Obergeschoss können Bücherfreunde in einem Lesecafé den freien Blick durch eine Glasfassade auf den Marktplatz genießen. (pdi)

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