Raiffeisen Baunatal feiert zum 125-jährigen Bestehen eine glänzende Bilanz

Bank mit viel Optimismus

Freuten sich über das glänzende Ergebnis: Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Werner Neusel (von links), Aufsichtsrat Georg Ullrich und Vorstandssprecher Claus-Rüdiger Bauer.

Baunatal. Der Vorstandssprecher der Raiffeisenbank Baunatal (RBB), Claus-Rüdiger Bauer, kämpft nicht nur in der Bank, sondern auch auf dem Podium mit vollem Einsatz. Bei der Vertreterversammlung in der Stadthalle agierte er vor den 160 stimmberechtigten Mitgliedern und weit über 100 Gästen noch ein bisschen schwungvoller als sonst.

Der mit 1,74 Millionen Euro glänzende Bilanzgewinn der Raiffeisenbank im Jahr ihres 125-jährigen Bestehens und die Tatsache, dass die Baunataler mit ihrem Ergebnis einmal mehr ein Leuchtturm innerhalb des Genossenschaftsverbandes sind, gab ihm allen Grund dazu.

Nicht nur der Vorstandschef strotzte vor Optimismus, was die Zukunft der Bank angeht. „Die Bank steht auf ausgesprochen solidem Fundament. Einen Stresstest würden wir mit Glanz und Gloria bestehen“, sagte RBB-Aufsichtsratschef Dr. Werner Neusel. Während das Vertrauen nach der Finanzkrise noch nicht wieder in die Märkte zurückgekehrt sei, punkte die RBB mit ihrer Solidität, meinte Bauer. Die rund 18 000 mit Geschäftsanteilen an der Bank beteiligten Mitglieder freuen sich über eine Rekorddividende von 7,25 Prozent.

Deutlich zeigte der Vorstandschef seinen Ärger darüber, dass die RBB für die Fehler anderer Kreditinstitute mitbüßen müsse. Er kritisierte die geplante Bankenabgabe, die die Baunataler mit 25 000 bis 30 000 Euro jährlich belasten werde. Auch der vorgesehene Sicherungsfonds belaste die Bank mit unnötigen Kosten. Denn die Genossenschaftsbanken hätten ihren eigenen Fonds, der ausreichend sei.

An die zum Teil im Saal vertretenen Bürgermeister der Region appellierte er, rechtzeitig auf den demografischen und strukturellen Wandel zu reagieren. Während Baunatal und Lohfelden relativ gut dastünden, müsse im Kasseler Osten und auch Fuldabrück negativen Trends gegengesteuert werden.

Für Regionalreform

Schließlich brach der Vorstandschef eine Lanze für die bisher gescheiterte Regionalreform. Die müsse einfach kommen, wenn man junge Familien und gut ausgebildete Arbeitskräfte nach Nordhessen locken wolle.

Während der Vertreterversammlung wurden Günter Burghardt (Kaufungen), Walter Diederich (Kaufungen), Erhard Grabe, Klaus-Peter Metz (beide Baunatal), Michael Reuter (Lohfelden) und Georg Ullrich (Schauenburg) auf drei weitere Jahre in den Aufsichtsrat gewählt. Letzterer ist bereits seit 25 Jahren Mitglied des Gremiums. Dafür gab es die silberne Ehrennadel des Genossenschaftsverbands.

Von Peter Dilling

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