Für die Beratungsstelle engagieren sich Ehrenamtliche für Betroffene und deren Familien

Barke hilft Demenzkranken

Kaufungen. Auf 2,5 Millionen wird sich die Zahl der Demenzkranken in Deutschland im Jahr 2030 verdoppeln, das bedeutet viele Probleme für Patienten und deren Familien, berichtet Martina Buntins.

Die Diplom-Sozialpädagogin koordiniert die Demenzstelle „Barke“ im Landkreis Kassel. Die Beratungsstelle ist seit 2005 in der DRK-Klinik Kaufungen beheimatet und bietet Betroffenen und Angehörigen Beratung, Hilfe und Betreuung. Dazu gehört auch eine monatliche Demenzsprechstunde. Barke ist zuständig für die Kommunen Baunatal, Fuldabrück, Helsa, Kaufungen, Lohfelden, Nieste, Niestetal und Schauenburg.

Das Herzstück der Barke bilden die über 40 Freiwilligen, die sich ehrenamtlich um rund 40 zu Hause lebende Demenzkranke kümmern. Reden, Zuhören, Spazierengehen, Basteln und Vorlesen sind typische Aufgaben der freiwilligen Barke-Mitarbeiter.

Lebenserfahrung und Geduld

Sie alle bringen in diese Tätigkeit Lebenserfahrung, Geduld, Einfühlungsvermögen und besondere Vertrauenswürdigkeit ein. „Barke ist auf diese Bereitschaft, sich freiwillig für kranke und alte Menschen zu engagieren, dringend angewiesen“, erklärt Martina Buntins.

Maximal fünf Stunden pro Woche sind Klara Berndt, Dieter Pyszko und Brigitte Schäffer im Einsatz.

Wie alle Freiwilligen wurden sie in Qualifikationskursen auf ihre Tätigkeit vorbereitet. Sie unterliegen der Schweigepflicht; Pflege- oder Hausarbeiten machen diese Ehrenamtlichen nicht, stellt Buntins klar. Für ihre Tätigkeit erhalten sie eine Aufwandsentschädigung.

Neben der häuslichen Betreuung der Dementen und der Demenzsprechstunde gibt es noch eine Gruppe für Erinnerungsarbeit und eine für Angehörige zum Erfahrungsaustausch. Für die Ehrenamtlichen bietet Barke Fortbildungen und Praxisreflexion an. Berndt, Pyszko und Schäffer haben bei Barke ihre Aufgabe gefunden, wie sie sagen. Sie geben viel und bekommen viel zurück, sagen sie. Sie helfen mit, dass Demenzkranke länger zu Hause leben können, und entlasten die Angehörigen, sagt Buntins. Fotos: Oschmann Informationen: Tel. 0 56 05/94 53 20 HINTERGRUND

Von Sabine Oschmann

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