Basalt AG nimmt neue Anlage für den Weiterbau der Autobahn 44 in Betrieb

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Basalt AG nimmt neue Anlage für den Weiterbau der Autobahn 44 im Basalttagebau Ölberg in Betrieb

Söhrewald. Die Basalt AG (BAG) ist in ihrem Steinbruch am Ölberg für den Bau der A 44 gerüstet: Neben Basaltschotter wird jetzt auch Asphalt am Ölberg produziert. Die neue Asphaltmischanlage hat nach einer Phase des Probebetriebes ihren regulären Produktionsbetrieb aufgenommen.

Im Dezember 2012 hatte die Basalt-Actien-Gesellschaft den Antrag zur Zulassung beim Regierungspräsidium Kassel gestellt und im April des darauffolgenden Jahres die Zulassung für den vorzeitigen Baubeginn erhalten. Bereits im Mai begannen die Bauarbeiten. Vier Monate später wurde der Probebetrieb der für eine Jahresproduktionsmenge von 150.000 Tonnen ausgelegten Asphaltmischanlage aufgenommen.

Für das Gesamtprojekt investierte die Basalt AG nach Angaben des Abteilungsleiters Bauplanung, Torsten Honkisch, etwa fünf Millionen Euro. Zu den bestehenden 27 Arbeitsplätzen im Tagebau und Labor kämen weitere vier Arbeitsplätze in der Asphaltmischanlage hinzu.

In der an die bestehende Basaltaufbereitungsanlage im Inneren des Steinbruchs angeschlossenen neuen Anlage wird aus verschiedenen Mineral- und Zusatzstoffen sowie einem Bindemittel hochwertiges Asphaltmischgut hergestellt. Als Mineralstoffe kommen natürliche Gesteinskörnungen aus dem Basalttagebau Ölberg zum Einsatz, sagt Honkisch weiter.

Als Bindemittel werde Bitumen verwendet. Durch den Einsatz moderner Anlagentechnologien soll ein Anteil von bis zu 40 Prozent aus teerfreiem Recycling-Asphalt verarbeitet werden. Die Verwendung von Recyclingmaterial ist einerseits aus ökologischer Sicht notwendig, so Honkisch, um Ressourcen zu schonen und andererseits aus ökonomischer Sicht ein Erfordernis, um Asphaltprodukte zu marktgerechten Preisen anbieten zu können.

Der Transport des Recycling-Asphalts wird zum überwiegenden Teil im „Last-Last-Prinzip“ erledigt. Dies bedeutet, dass die Anlieferer von Recycling-Asphalt als Rückfracht Steine oder Asphaltmischgut laden. Somit hat der Einsatz des Recyclingmaterials keine nennenswerten Auswirkungen auf die absoluten Verkehrsströme. Die in der Asphaltmischanlage eingesetzten Mineralstoffe aus dem Tagebau Ölberg werden über eine direkte Anbindung mittels Förderband aus der Aufbereitungsanlage zur Verfügung gestellt.

Durch den Anlagenstandort im Tagebau und die direkte Kopplung der Asphaltmischanlage an die Mineralstoffproduktion entfallen nach Auskunft Honkischs in nicht unerheblichem Umfang Lkw-Zwischentransporte vom Tagebau zur Mischanlage. Gleichzeitig sei es möglich, trockene Mineralstoffe aus der Aufbereitungsanlage direkt in der Asphaltmischanlage zu verarbeiten, hierdurch entfalle der sonst notwendige Energieaufwand zur Trocknung der Mineralstoffe.

Die ökologische Bilanz des auf diese Weise produzierten Asphaltmischgutes sei somit deutlich verbessert und mit Kostenvorteilen durch die Einsparung von Zwischentransport und Trocknungsaufwand verbunden.

Von Martina Sommerlade

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