A 7: Bauarbeiten sollen bis Weihnachten fertig sein

Niestetal. Es geht voran am Sandershäuser Berg - die Bauarbeiten an der Autobahn 7 sollen bis Weihnachten abgeschlossen sein. „Voraussetzung dafür ist, dass das Wetter mitspielt und es keine starken Minusgrade gibt“, sagt Bauleiter Burkhard Maiworm.

In dieser Woche wurden die Standspur und die erste Fahrspur von der niedersächsisch-hessischen Landesgrenze bis zur Abfahrt Kassel-Nord in südlicher Richtung neu asphaltiert.

Seit Donnerstag wird auf 1500 Meter Länge eine 90 Zentimeter hohe Betonschutzwand errichtet. Schutzwände dieser Art finde man gewöhnlich am Mittelstreifen, hier wird die Wand neben der Standspur errichtet, da in diesem Bereich die Böschung besonders steil ist, erklärt der Bauleiter. Dies wird voraussichtlich bis Freitag, 2. November, dauern.

Am Wochenende, 3. / 4. November, wird die Baustelle dann so umgestaltet, dass der Verkehr über die neue Fahrbahndecke fließt, die am Mittwoch fertiggestellt wurde. Der Standstreifen und die rechte Spur dienen dann als Fahrbahn.

Fotostrecke: Bilder von der Baustelle

Autobahn 7 am Sandershäuser Berg wird asphaltiert

Dann werden auf 2,5 Kilometern die Mittelschutzplanken abgebaut werden. Im Boden werden Drainage-Rohre verlegt, durch die das Wasser im Untergrund abfließen kann. Anschließend rückt der Kampfmittelräumdienst wieder an und prüft, ob Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg im Boden der nächsten zwei Spuren liegen, erläutert Maiworm.

Burkhard Maiworm

Für die Asphaltarbeiten kam eine besondere Maschine zum Einsatz. Sie kann die beiden Asphaltarten für die Bindeschicht und die Fahrbahndecke in einem Arbeitsgang auftragen. Dadurch verkürzt sich die Bauzeit. Fünf Straßenwalzen waren im Einsatz, um den den Belag zu verdichten. 5500 Tonnen Asphalt wurden so am Dienstag und Mittwoch verarbeitet.

„Ungefähr 5,5 Millionen Euro wird die Baumaßnahme insgesamt kosten“, sagt Horst Sinemus, Pressesprecher der Straßenbehörde Hessen Mobil. Zum Jahreswechsel solle der Verkehr am Sandershäuser Berg wieder wie gewohnt fließen. Voraussetzung ist, dass das Wetter mitspielt und die Bombensuche nicht zu lange dauert. Letztere hatte im ersten Abschnitt zu mehrwöchigen Verzögerungen geführt.

Kompaktfertiger spart Zeit

Beim Auftragen des Asphalts auf den Unterbau der A 7 kam ein Kompaktasphaltfertiger zum Einsatz. Die Maschine hat die Baufirma Kirchner selbst entwickelt. Sie besteht aus zwei gekoppelten Einheiten: Der Beschicker führt dem Fertiger den Asphalt gleichmäßig zu, dieser trägt ihn auf. Dies spart Zeit. Mit herkömmlichen Maschinen dauert das Asphaltieren doppelt so lange, weil Untergrund und die Deckschicht in getrennten Arbeitsgängen aufgetragen werden.

Von Patrick Kessler und Nico Mader

Rubriklistenbild: © HNA/Kessler

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.