Mit Rap und Baustellenrequisiten weihten Kinder ihre sanierte Grundschule in Simmershausen ein

Bauarbeiter bauen immer weiter

Kreativ: Die Grundschüler zeigten in typischer Bauarbeiterbekleidung den Baustellen-Rap. Fotos: Sommerlade

Fuldatal. Rot-weiß gestreifte Baustellen-Pylonen, herumliegendes Werkzeug und Mauersteine – der Ort, an dem die offizielle Einweihungsfeier der Grundschule Simmershausen am Freitag stattfand, war keine echte Baustelle. Mit dem Aufbau der Requisiten in der neuen Lernlandschaft der Schule sollte vielmehr an die zahlreichen Arbeiten während der einjährigen Bauphase erinnert werden.

Dieses Unterfangen gelang den von Schulleiter Achim Kessemeier bezeichneten „eigentlichen Hauptakteuren“: den Schülern. Gelungen setzten die Grundschüler mit ihrem Baustellen-Rap die Bauphase besonders kreativ in Szene. In Warnwesten und mit Schutzhelmen, Handschuhen und Werkzeugen erzeugten sie den typischen Rhythmus für den voller Freude vorgetragenen Sprechgesang.

Mit humorvollen Texten wie „Ich bin der Bauarbeiter, und ich baue immer weiter, mit der Kelle auf die Schnelle, ich bau hoch, ich bau tief, doch ich baue niemals schief, denn ich hab eine Wasserwaage und den Meisterbrief“ sorgten sie für Begeisterung bei den Gästen.

Als „besonders schönen Moment“ bezeichnete Landrat Uwe Schmidt das Ende der Sanierungsarbeiten der 1973 gebauten Grundschule. „Ich freue mich sehr, dass eine besonders positive Lernumgebung sowie die Möglichkeit zu Begegnungen geschaffen wurden.“ Ähnlich sah dies Erhard Zammert vom Staatlichen Schulamt: „Hier wurde auf eindrucksvolle Weise die räumliche Gestaltung mit der Pädagogik verquickt.“

„So kann Schule Spaß machen“, meinte Bürgermeisterin Anne Werderich. Regelrecht begeistert war Elternbeiratsvorsitzende Petra Brechtken. „Ich könnte wegen unserer neuen Schule glatt einen Freudentanz aufführen. Wir Eltern finden das Ergebnis spitze!“ Eine bauliche Herausforderung sei das Projekt für die Architekten um Stefan Stiegel gewesen. „Wir können jetzt auch Grundschule“, meinte Stiegel.

Das Ergebnis der zwölfmonatigen Sanierung präsentierten die Schüler selbst bei den Führungen durch die Klassenzimmer.

Von Martina Sommerlade

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