Werk-Hilfe informierte in Bürgerversammlung über Planungen

Sozialzentrum: Baubeginn frühestens 2014

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So soll es einmal aussehen: Skizzen der Gebäude des Sozialzentrums, das die Werk-Hilfe Calden am Ortseingang von Weimar errichten will unter anderem mit Therapiezentrum und Pflegehotel.

Ahnatal. Wie geht es weiter mit dem geplanten Ahnataler Sozialzentrum? Diese Frage brannte am Mittwochabend allen Besuchern der Bürgerversammlung unter den Nägeln.

50 Interessierte waren zu der von Gemeindevertretungsvorsitzenden Gerhard Rübenkönig einberufenen Veranstaltung ins Gemeindezentrum Heckershausen gekommen, um sich über die aktuellen Pläne zur integrativen Wohnanalage zu informieren.

Ort der Begegnung

Das etwa 19 000 qm große Sozialzentrum soll am Ortseingang Weimar gegenüber dem Einkaufszentrum (EDEKA, ALDI) hinter dem alten Sägewerk entstehen. Neben der zu bebauenden Fläche soll das vorhandene Grundstück als Park und Freizeittreff für die zukünftigen Bewohner dienen. Die Anlage soll ein Ort der Begegnung und Integration im sozialen und kulturellen Bereich werden.

Der häufig gestellten Frage, wann denn nun endlich mit dem Bau begonnen werde, stellten sich Bürgermeister Michael Aufenanger sowie Heinz-Dieter Olbrich, Vorsitzender der Werk-Hilfe Calden, die Investor und Betreiber des geplanten Sozialzentrums ist.

„Derzeit können wir keine konkrete Auskunft geben, da wir uns noch in der Phase der Beantragung der Fördermittel befinden“, so Olbrich. Für die geplante Maßnahme gelte es immerhin acht verschiedene Mittelgeber zu kontaktieren, bei denen jeweils unterschiedliche Fristen zu beachten seien. 2013 sollten die Mittel indes bereitstehen. „Um mit dem Bau zu beginnen, müssen wir erst die Bewilligungsbescheide abwarten“, so Olbrich. Wenn alles optimal verlaufe, sei mit einem Baubeginn im Frühjahr 2014 zu rechnen.

Dass sich das Ahnataler Projekt verzögert hat und das Sozialzentrum in Espenau vorher errichtet wurde, sei dem Umstand geschuldet, dass die Grundstückslage in Ahnatal zunächst unklar war. „Wir möchten einfach keine Fördergelder verfallen lassen. Daher haben wir 2011 die Förderung für Espenau beantragt, da in Ahnatal die Grundstückfrage nicht endgültig geklärt war“, so Olbrich.

„Wir bevorzugen keine Gemeinde. Wir wissen, dass der Bedarf überall ähnlich groß ist. Es sollte sich auf jeden Fall sozialpolitisch etwas ändern“, betonte der Vorsitzende der Werk-Hilfe.

„Ich möchte Vorsorge betreiben, solange ich noch gesundheitlich fit bin. Daher interessiert es mich sehr, wann die Planungen konkret werden“, sagte Eva Bethe. „Ich möchte ungern noch drei oder vier Jahre warten müssen.“

Die 77-Jährige war zudem in Sorge, ob die geplanten neun Eigentumswohnungen ausreichend sind. „Der Kammerberg ist völlig überaltert. Ich kenne sehr viele Menschen, die an einem Eigentumserwerb interessiert sind. Es gibt weitaus mehr Interessenten als Plätze“, so die Seniorin. Daher habe sie sich bereits vor längerer Zeit in die Anmeldeliste eingetragen.

Auch Ruth Schmidt steht schon seit 2011 auf der Liste. „Ich hoffe, dass es jetzt bald losgeht. Ich hätte mein Haus schon verkaufen können. Sinnvollerweise warte ich damit aber, bis ich etwas Konkretes weiß“, so die 78-Jährige. Von der Versammlung hatte sie sich insgeheim mehr erhofft. „Das war nicht wirklich zufriedenstellend.“

Von Martina Sommerlade

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