Anwohnerin der Berliner Straße in Schauenburg ärgert sich über Verzögerung bei Leitungsarbeiten

Der Baulärm nimmt kein Ende

Einfahrt verboten: Wegen der Baustelle dürfen die Anwohner nicht mit ihren Autos in die Berliner Straße fahren. Das Rathaus kündigt den Abschluss nun für Ende Mai an.

Schauenburg. Wenn Monika Siemsen in ihren Vorgarten gehen will, dann muss sie mehrere Gräben überwinden. Auch kommt es vor, dass eine Baggerschaufel dabei über ihrem Kopf schwenkt. Seit Ende September ist die Berliner Straße in Hoof Baustelle. Die Gemeinde erneuert Kanal-, Wasserleitungen und Fahrbahn. Eigentlich, so sagt Siemsen, sollten die Arbeiten vor Weihnachten abgeschlossen sein. Mittlerweile sei der Termin für Ende Mai angekündigt.

„Es macht keinen Sinn, bei schlechtem Wetter anzufangen.“

Kathleen Hach, Bauamt

Die Ausdehnung des Zeitplanes bestätigt Kathleen Hach vom Bauamt der Gemeinde. Der frühe Wintereinbruch habe dazu geführt, dass die Arbeiten schon bald nach Beginn unterbrochen wurden. Erst bei stabiler Witterung habe man diese fortgesetzt, erläutert sie. „Es macht keinen Sinn, bei schlechtem Wetter anzufangen.“

Staub und Dreck von der Baustelle setzen sich seit Monaten im Haus der Familie Siemsen fest. Das sei aber nicht der einzige Nachteil der offenbar nicht enden wollenden Arbeiten vor der Haustür, berichtet die 67-Jährige. „In den vergangenen fünf Wochen durften wir nur an den Wochenenden mit dem Auto in die Berliner Straße fahren.“

Einkäufe während der Werktage seien damit ausgeschlossen gewesen, sagt Siemsen.

Entfernt geparkt

Schließlich mussten sie und ihr Mann das Auto während dieser Zeit ein gutes Stück entfernt vom eigenen Haus an der Habichtswaldstraße parken.

Doch damit nicht genug der Einschränkungen: Auch ihre Mülltonnen mussten die Anwohner der Berliner Straße vor dem Leeren an die Habichtswaldstraße rollen und anschließend wieder abholen.

Die Hooferin betont, dass sie grundsätzlich für die Erneuerung der Leitungen Verständnis habe. „Auch mit den Arbeitern verstehen wir uns gut.“ Dass sich aber nun alles so weit hinauszögere, das ärgere sie. „Und die Gemeinde hat uns noch nicht einmal darüber informiert.“

525 000 Euro investiert die Gemeinde nach Angaben von Bürgermeisterin Ursula Gimmler. Die Grundstückseigentümer werden über die Straßenbeitragssatzung der Kommune an den Kosten beteiligt. Weil es sich um keine Durchgangsstraße handelt mit dem Höchstsatz von 75 Prozent. Allerdings, so sagt die Bürgermeisterin, müssten die Eigentümer lediglich für den Teil der Fahrbahn zahlen, der nicht durch die Leitungsarbeiten sowieso neu gemacht werde.

Kosten für Eigentümer

Hinzu kommen Kosten für die Hauseigentümer direkt am Haus. Für den Wasseranschluss auf dem eigenen Grundstück müsse sie 1200 Euro zahlen, sagt Monika Siemsen, für den Kanal sogar 2000 Euro. Für ihren Anteil an der Erneuerung der Fahrbahn über die Straßenbeitragssatzung rechnet die Hooferin mit rund 10 000 Euro.

Monika Siemsen hofft nun auf ein baldiges Ende der Arbeiten. Und darauf, dass ihr Vorgarten wieder vernünftig gestaltet wird. „Das haben sie uns versprochen.“

Von Sven Kühling

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