Bauna-Renaturierung: Basalt anstelle von Beton-Riegel

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Naturnah: An dieser Stelle in Hoof ist der Beton nun Basaltsteinen gewichen. Der Bach die Bauna fließt wieder in einem natürlichen Bett, so dass Fische auch Bauna aufwärts voran kommen. Dirk Eskuche vom Hochwasserband erläutert den Umbau.

Schauenburg/Baunatal. Der Beton ist weg. Schwere, naturbelassene Basaltsteine liegen an gleicher Stelle im Bachbett der Bauna in Hoof. Alles steht unter dem Stichwort Renaturierung der Bauna, alles dient zugleich dem Hochwasserschutz.

Kurzclip: Dirk Eskuche über die Renaturierung

Drei Betonschwellen, so genannte Sohlabstürze, baut der Verband für Abwasserbeseitigung und Hochwasserschutz Baunatal-Schauenburg im Bachlauf ab. Die ersten beiden in Hoof und im Stadtpark in Altenbauna sind bereits verschwunden, es folgt noch ein Betonsockel nahe der Langenbergstraße ebenfalls in Altenbauna. 26 000 Euro werden investiert, 80 Prozent der Kosten übernimmt das Land Hessen. Gebaut wird mit der Elgershäuser Firma Otto Schnittger.

Hinter der wahllos wirkenden Ansammlung der Basaltfindlinge in dem neuen Abschnitt der Bauna steckt Sinn und Zweck. Sechs Becken seien im Bachbett geformt worden, erläutert Dirk Eskuche, Bauleiter im Hochwasserverband. „Da können sich die Fische ausruhen.“ Bisher kamen Forellen und Co. nicht weiter, wenn sie an einen der Betonabstürze kamen. Jetzt können auch Kleinstlebenwesen problemlos an dieser Stelle gegen die Strömung wandern. Die Experten sprechen von einem so genannten Beckenriegelpass.

Von Sven Kühling

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