Hotel Ambassador war erstmals zu Weihnachten ausgebucht - Auch Dänen feierten dort Heiligabend

An die Bauna statt ins Erzgebirge

Stärkung vor dem Spaziergang: Alwine, Peter, Emilia und Noah Wedel (von links) am Frühstücksbuffet des Hotels Ambassador. Die junge Familie aus Herford fühlte sich auf Anhieb wohl und lobte die Freundlichkeit des Personals. Fotos: Dilling

Baunatal. Familie Wedel ist dem Weihnachtsstress im heimatlichen Herford entflohen. Alwine und Peter Wedel sitzen mit ihren Kindern Noah (11) und Emilia (8) am Frühstückstisch im Ambassador, dem größten Baunataler Hotel. Dort werden sie, wenn der Tag vorüber ist, auch den Heiligen Abend verbringen, am hoteleigenen Weihnachtsbaum. Die große Familienfeier mit den vielen Verwandten wird erst am zweiten Weihnachtstag in der westfälischen Heimat nachgeholt.

Baunatal kannte die Familie bisher nicht. Peter Wedel hat im Internet nach lohnenden Zielen für einen dreitägigen weihnachtlichen Kurztrip Ausschau gehalten. „Erst haben wir Ostsee oder Erzgebirge überlegt“, erzählt der kaufmännische Angestellte. Dann ist es das Bauna-Tal geworden.

Die Stadt Baunatal sei nicht so weit und liege dicht an der Autobahn. Für die Wedels war das bei den widrigen winterlichen Straßenverhältnissen entscheidend. Nach dem Frühstück waren ein Erkundungsspaziergang durch Baunatal, Eislaufen in der Kasseler Eissporthalle und ein Besuch des Planetariums in der Orangerie angesagt.

Es gibt wohl viele, denen Baunatal auch zu Weihnachten eine Reise wert ist. Carsten Eck, Geschäftsführer des Ambassador, das zur Best-Western-Hotelkette gehört, freut sich, dass die 110 Zimmer mit 180 Gästen zum ersten Mal Weihnachten ausgebucht sind. Silvester sei das schon seit zehn Jahren der Fall, sagt Eck, der seit 27 Jahren in Baunatal arbeitet.

Im Jahresschnitt sei das Hotel zu 60 Prozent ausgelastet, berichtet Eck. Doch dieser Erfolg sei nicht von allein gekommen. „Wenn wir nichts tun würden, wäre auch kein Gast da“, sagt der Norddeutsche. Er bietet seinen Gästen neben Weihnachts- und Silvesterfeier ein umfangreiches Ausflugsangebot, inklusive kostenloser Fahrkarte für Busse und Bahnen. „Man muss Baunatal touristisch vermarkten“, meint Eck. Die Stadt sei erklärungsbedürftig, weil Kassel viel bekannter sei. Baunatal könne beispielsweise auf seinen Stadtpark stolz sein. Da sei es schade, ergänzt der Hotelier, dass sich niemand gefunden habe, die Freilichtbühne im Park zu bespielen, und dass sie nun abgerissen werde.

Das Ambassador wirbt auf der Internetplattform der Best-Western-Kette um Gäste. Eck sucht aber auch den persönlichen Kontakt. Jedes Jahr fährt er nach Dänemark, um dort mit Reise-Busunternehmern zu verhandeln. Dänen sind treue Gäste im Ambassador.

Von Peter Dilling

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