Bürgerversammlung in Guntershausen

Baunabrücke: Gegen Willen der Anwohner keine Radspur

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Erläutert den Stand der Dinge: Bürgermeister Manfred Schaub (rechts) beantwortet Fragen von Guntershäusern zu Radweg, Brücke und Bahnhof.

Baunatal.  Bei der Bürgerversammlung im Guntershäuser Gemeinschaftshaus war eins klar: Gegen den Willen der Mehrheit wird keine Radspur auf der Baunabrücke in Guntershausen angelegt.

„Wenn das allgemein so nicht gewollt wird, dann wird es nicht so gemacht“, sagte Bürgermeister Manfred Schaub mehrmals bei der Bürgerversammlung im Guntershäuser Gemeinschaftshaus am Mittwochabend.

Der Fernradweg R1 führt über die Brücke, Radfahrerverbände traten mit dem Vorschlag der Spur auf der Brücke an die Stadtverwaltung. Doch viele Anwohner sehen das kritisch. Manche fühlen sich von Radsportlern gefährdet, die in enormem Tempo den Streckweg hinunter sausen. Andere finden, dass es in Guntershausen ohnehin zu viele Engstellen für den Autoverkehr gibt.

Dieter Norwig

Zu den Kritikern gehört Dieter Norwig, der viele Jahre für die Automobilclubs ADAC und AvD tätig war. „Es gibt Studien, die belegen, dass Radfahrer in den Verkehr integriert werden müssen, um Unfälle zu vermeiden“, argumentierte er während der Versammlung. Wenn man sie auf abgetrennten Radwegen fahren lasse, seien Unfälle dort programmiert, wo diese wieder mit der regulären Fahrbahn zusammengeführt werden.

Noch gebe es keine konkrete Planung für die Umgestaltung der Brücke, sagte Schaub. Ein Ortstermin mit Vertretern von Landkreis, Polizei und Busunternehmen habe ergeben, dass die Brücke breit genug sei für eine Radspur. Gegen den Willen der Guntershäuser werde aber keine angelegt.

Auch der alte Guntershäuser Bahnhof war Thema während der Bürgerversammlung. Das Gebäude sei von der Bahn verkauft worden, der Käufer wolle es nun aber wieder loswerden, berichtete Schaub. Es müsse nämlich für Millionen saniert werden.

Die Anwesenden sahen das Hauptproblem hier indes nicht in dem alten Gebäude. In der Bahnhofsunterführung stehe oft zentimeterhoch Regenwasser und der Zugang zu den Gleisen sei nicht behindertengerecht, so der Tenor.

Von Patrick Kessler

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