Gästerekord nicht ganz geknackt

Auftrieb für den Herbstpalast: 2013 wieder im September

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Sie brachte Schwung in den Herbstpalast: Die deutsch-amerikanische Entertainerin Gayle Tufts gehörte mit ihren Songs und den Sprüchen im besten „Denglisch“ zu den Stars des Baunataler Kulturfestivals.

Baunatal. 4100 Besucher im Baunataler Herbstpalast – im Rathaus freut man sich über die gestiegene Resonanz des zehntägigen Kulturfestivals. 800 Gäste mehr als 2011 kamen in die Stadthalle, allerdings wurde der 2006er-Rekord von 4500 Zuschauern nicht erreicht.

Der Herbsttermin wird nun bleiben, 2013 geht es am 13. September los.

Ein erster Künstler steht bereits fest: Der Vorverkauf für Pianist Joja Wendt, der am Eröffnungsabend auftreten wird, läuft schon. Laut Rahel Krause, zuständige Fachbereichsleiterin im Rathaus, sind ferner vier weitere Gastspiele im Visier. Und: Anders als bisher werde der Kartenverkauf nicht an einem bestimmten Tag starten, sondern stets dann, wenn ein Vertrag in trockenen Tüchern sei.

Den Erfolg des Zuschauerzuwachses im laufenden Jahr führen Krause und ihre Mitarbeiter vor allem auf den späteren Termin zurück: Es sei viel leichter, für September und Oktober statt für die Urlaubszeit bekannte Künstler zu verpflichten.

Bisher lief das Festival im August und hieß Baunataler Sommer. Verlegt worden war es eigentlich, weil man anderen Großveranstaltungen in der Region ausweichen wollte.

„Alle unsere Erwartungen wurden mehr als erfüllt“, sagt Krause. Sänger Stefan Gwildis (800 Besucher) sowie die Kabarettisten Gerd Dudenhöfer (510) und Bruno Jonas (500) lockten die meisten Gäste. Die wenigsten Besucher verbuchte mit 190 Musikcomedian Tobias Mann. Von den insgesamt 4100 Besuchern nutzten etwa zehn Prozent, nämlich 419, günstigere Abonnements.

Exakt abgerechnet sei das Festival noch nicht, sagt Krause.

Dennoch zeichne sich ab, dass ein etwas höheres Defizit als die kalkulierten 35.000 Euro entstehe, das die Stadt ausgleichen müsse. Mit mindestens 37.000 Euro sei wohl zu rechnen.

Wie kann das sein, wenn doch die Zahl der Eintritt zahlenden Besucher stark gewachsen ist? Man habe teils höhere Gagen zahlen müssen, auch sei eine aufwendige Dekoration gewählt worden, unter anderem um die Großbaustelle im Rathaus zu kaschieren und einen markanten Zugang in die Halle zu schaffen. Insgesamt stehen für das Festival Ausgaben von 125.000 Euro zu Buche.

Man sei indes sehr optimistisch, dass 2013 – nach dem Umbau – wieder das Eingangsportal der Stadthalle genutzt werden könne. Auch werde man wahrscheinlich die Deko verändern. Nach dem Erfolg mit Gwildis können sich Krause und Co. vorstellen, als eine von zehn Veranstaltungen wieder ein unbestuhltes Konzert anzubieten. Anbieten würde sich dafür ein Auftritt von Max Mutzke. Ob der kommt, steht noch dahin. Aber eine Anfrage des Baunataler Rathauses läuft.

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