Baunatal: Grönemeyer-Stiftung zeigte vor 330 Schülern Musical

Locker und leicht: „Marie“ und „Nano“ sangen und tanzten in der Max-Riegel-Halle. Die 330 Jungen und Mädchen begleiteten das Geschwisterpaar bei seinen Abenteuern. Gleichzeitig lernten sie etwas über den menschlichen Körper. Foto: Kühling

Baunatal. Gesunde Ernährung und mehr Bewegung sollen in den Schulalltag einziehen. Einen weiterer Schritt in diese Richtung will die Dietrich-Grönemeyer-Stiftung mit einer Großveranstaltung in Baunatal gehen.

Im September 2013 soll in Zusammenarbeit mit dem KSV Baunatal sowie dem Rathaus ein Gesundheitstag für möglicherweise mehrere tausend Schüler aus der Region stattfinden. Das ist das Ergebnis eines Besuches von Prof. Dietrich Grönemeyer mit seinem Kindermusical „Der Kleine Medicus“ am Montag in der Max-Riegel-Halle.

Erste Gespräche zu den Plänen für einen Tag unter dem Titel „Bundesgesundheitsspiele“ gab es am Rande der Premiere des Musicals. Baunatals Bürgermeister Manfred Schaub bot die Einrichtungen der Stadt für eine Veranstaltung im September an. Der Gedanke passe perfekt zur Sportstadt Baunatal und in deren pädagogisches Konzept für die Kindergärten, sagte er.

Dass Prof. Dietrich Grönemeyer, Bruder des Sängers Herbert Grönemeyer, mehr Bewegung in die Schulen bringen will, das untermauerte er in Baunatal mit vollem Körpereinsatz. Gemeinsam mit 330 Schülern der Klassen zwei bis fünf aus vier Baunataler Schulen tanzte der Mediziner und Initiator des Mitmach-Theaters kräftig mit. Immer wieder forderten die Darsteller die Gäste nämlich zum Bewegen auf. Gespannt verfolgten diese das Abenteuer des Jungen „Nano“, der in einem Mini-U-Boot auf eine Reise durch den menschlichen Körper startete.

Ernsthaft kommen die Forderungen Grönemeyers daher: „Eine Stunde Sportunterricht pro Tag“, fordert 59-Jährige. Auch bei der Ernährung der Schüler setzt der Mediziner an. „30 Prozent der Kinder kommen ohne Frühstück in die Schule.“ Die Folge: Kopfschmerzen, aggressives und hyperaktives Verhalten.

Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 17 Jahre verbringen laut Grönemeyer täglich vier bis fünf Stunden vor dem Computer und dem Fernseher. Negativ auf die Gesundheit wirke sich außerdem das Handy aus, etwa auf die Haltung. „Die Kinder werden einen Buckel kriegen.“

Den Zwillingen Katharina und Victoria (9) hat das Musical jedenfalls gefallen. Und sie wissen nun: „Man muss sich gesund ernähren.“

Von Sven Kühling

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