Cambridge-Zertifikat erworben

Der 16-jährige Dennis Wagner ist Meister in Englisch

Fit in Englisch: Johannes Martin Kozub (vorn, von links), Dennis Wagner, Julia Deisenroth (Zweite Reihe), Julia Schröder, Maria Unruh, Lena Böhle, Timon Filip Buchmüller (Dritte Reihe) Maurice Salomon, Till Magnus und Moritz Hüneburg präsentieren ihre Zertifikate. Foto: Dilling

Baunatal. England, Kanada oder die USA kennt Dennis Wagner nur aus Radio und Fernsehen. Erst nächstes Frühjahr wird er bei einer Studienreise des Lichtenberg-Gymnasiums Großbritannien besuchen. Doch was die Sprache angeht, ist er schon eine Art Meister.

Als erster Schüler der Theodor-Heuß-Schule und als einer der jüngsten Schüler Hessens, mit 16 Jahren, hat er das schwierige Cambridge-Zertifikat mit dem dritthöchsten Schwierigkeitsgrad „B2" in Wirtschaftsenglisch mit einer Zwei erworben.

„Ich musste allein etwa 1000 neue Vokabeln lernen. Das war ein ziemlicher Aufwand“, berichtet der junge Mann, der vielleicht einmal als Journalist für eine englischsprachige Zeitung arbeiten möchte. Auf seinem Lernprogramm, für das er viel Freizeit opferte, standen die Feinheiten geschäftlicher Korrespondenz, Texte, die sich mit der weltweiten Finanzkrise befassten und die Diskussion über Geschäftskonzepte, alles in einer Sprache, die im normalen Englischunterricht nicht vorkommt. Die Prüfung hat er dann mit zwei Mitarbeiterinnen der Medizintechnik-Firma B. Braun in Melsungen abgelegt.

Der Erfolg des gebürtigen Wolfhagers beruht zum einen auf seiner Leidenschaft für Englisch. „Ich mag die Sprache. Schon als Vier- oder Fünfjähriger habe ich englischsprachige Sendungen im Fernsehen und im Radio angehört. Sogar mein Handy habe ich auf englisch eingestellt. Das hält mich fit“, sagt Wagner. Zum anderen verdankt der junge Mann seinen Erfolg aber auch der besonderen Förderung durch seinen Lehrer Sebastian Klaffer. Dieser leitet an der THS ein Prüfungszentrum der Camebridge-Universität und bietet seit zehn Jahren eine Arbeitsgemeinschaft in Wirtschaftsenglisch an. Zusätzlich ließ er sich von Martina Hübel in der Volkshochschule auf die Prüfung vorbereiten. „Ohne sie wäre ich aufgeschmissen gewesen“, sagt Wagner.

In der Wirtschaftsenglisch-AG haben neun weitere Schüler mit Wagner ein Cambridge-Zertifikat erworben, darunter der frühere Schulsprecher der THS, Johannes Martin Kozub. Er schnitt nur wenig schlechter als Wagner ab. Die internationale Arbeitssprache sei Englisch, sagt Klaffer. Die Arbeitgeber legten auf gute Englischkenntnisse immer mehr wert. Der Erwerb von Sprachzertifikaten könne die Jobchancen für Schüler verbessern. Dennis Wagner sieht das genauso. Zudem habe er seinen Horizont in Wirtschaftsfragen erweitert. Auch in Französisch will er sein Niveau noch verbessern.

Von Peter Dilling

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