Handwerker mit viel Herzblut

46 Jungmeister des Zimmerhandwerks erhielten in der Stadthalle Baunatal ihre Meisterbriefe

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Meisterjubilar: Jens Volkmann aus Kassel feierte sein 25-jähriges Meisterjubiläum und bekam dafür eine Ehrenurkunde. Er hat im vergangenen ein eigenes Ingenieurbüro gegründet.

Baunatal. Dass das Handwerk eine stabile Säule unserer Wirtschaft ist, machte Heinrich Gringel, Präsident der Handwerkskammer Kassel deutlich.

Er war einer der Redner bei der traditionellen Meisterfeier des Kasseler Bundesbildungszentrums des Zimmerer- und Ausbaugewerbes (Bubiza) am Freitagabend in der Baunataler Stadthalle.

Als Meilenstein im Leben der Jungmeister bezeichnete Friedrich Brauner (Mitglied des Prüfungsausschusses) die Meisterfeier. Für eine erfolgreiche Zukunft des ehrbaren Zimmerer-Handwerks bedürfe es unbedingt ehrenamtlichen Engagement, betonte er. „In der heutigen Zeit ist es wichtig, Zimmerleute mit Mut, Unternehmungslust und Verantwortung zu haben, die die Interessen des Zimmerhandwerks in der Öffentlichkeit, der Handwerkspolitik und in der klassischen Politik vertreten, repräsentieren und verfechten,“ machte Brauner deutlich.

46 Jungmeister aus ganz Deutschland haben elf Monate jede Woche 48 Unterrichtsstunden und abschließend die Meisterprüfung mit Bravour absolviert. Einer von ihnen ist Florian Hentzen aus Kassel. Der 23-jährige Zimmermeister kommt gebürtig aus Namibia, wo er sein internationales Abitur gemacht hat. Anschließend kam er nach Deutschland, um in der Zimmerei Rolf Kray in Kirchen (Sieg) in Rheinland Pfalz das Zimmerhandwerk zu erlernen. Danach kam er an das Bubiza nach Kassel, wo er seinen Meister machte. Mit seinem Meisterbrief in der Tasche, geht er im Mai wieder zurück in seine Heimat nach Namibia und beginnt bei der Firma Holzbau Carpentry Hess.

Neben den Jungmeistern waren auch zahlreiche Meisterjubilare unter den Gästen, die ihrem Beruf seit vielen Jahren mit Herzblut verbunden sind. Zu ihnen gehörte Jens Volkmann aus Kassel. Er feierte sein 25-jähriges Meisterjubiläum. Seine Karriere begann bei der Firma Heinemann in Wolfhagen, wo er nach der Schule eine Ausbildung zum Zimmerer absolvierte. Dann machte er an der Bubiza seinen Meister und arbeitete anschließend wieder in Wolfhagen.

Im Laufe der Jahre war er Dozent an der Bubiza und machte seinen Dachdeckermeister. Außerdem war er zehn Jahre als Trainer der Zimmerer-Nationalmannschaft tätig, bis er im vergangenen Jahr ein eigenes Ingenieurbüro gegründet hat, in dem er Baudienstleistungen anbietet.

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