Viele Blumen für den Artenschutz

5000 Tüten mit der Baunataler Blütenmischung an Anwohner verteilt

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Alles in Handarbeit: Kerstin Beck (von links), Uwe Scherp, Lisa Giessler, Adem Tunaz, Reinhard Pietsch und Julius Sicking von der Baunataler Diakonie haben die Tüten hergestellt und befüllen sie in den kommenden Tagen mit der Baunataler Blütenmischung.

Baunatal. Zum Thema Umweltschutz geht die Stadt Baunatal mit gutem Beispiel voran. Die Stadt hat für dieses Jahr zur Erhaltung der Artenvielfalt eine besondere Aktion geplant.

Unter dem Motto „Baunatal wird bunter“ sollen in Zusammenarbeit mit der Baunataler Diakonie Kassel (bdks), den Landwirten sowie dem Landesbetrieb Landwirtschaft in Kassel städtische Flächen, Privatgärten und Balkone mit der „Baunataler Blütenmischung“ in bunten Farben erblühen. „Wir wollen zeigen, dass jeder mit wenig Aufwand etwas für den Artenschutz tun kann“, sagt Erste Stadträtin Silke Engler.

Für die Aktion hat die Baunataler Diakonie rund 5000 Tüten aus nachhaltigem Papier hergestellt, die mit dem Blumensamen befüllt werden. Bis Ende April werden die Samentütchen über die Gremien, beim Baunataler Wochenmarkt, in den Kindertagesstätten und Schulen, beim sauberhaften Baunatal, an der Rathausinformation, beim Baubetriebshof, im Stadtteilzentrum und über das Stadtmarketing an die Anwohner verteilt.

Die Baunataler Blütenmischung, die rote, blaue und gelbe Blumen enthält, ist in den Farben des Stadtlogos zusammengestellt worden. Das für die Stadt Baunatal gemischte Saatgut besteht unter anderem aus Klatschmohn, Inkarnatklee, Adonisröschen, Kornblumen, Salbei, Sandglöckchen, Johanniskraut, Fingerkraut, Natternkopf, Mädchenauge, echtem Wundklee und verschiedenen Glockenblumen. Je nach Zeitpunkt der Aussaat blühen die Blumen dann von Juni bis zu den ersten Frösten und setzen in der gesamten Stadt farbenprächtige Akzente und bieten Landeplätze und Nahrung für Libellen, Bienen und eine Vielzahl anderer Insekten.

Bald grünt und blüht es: Hier vor der Musikschule ist der Blühstreifen vom vergangenen Jahr noch deutlich zu sehen. Vor der neuen Aussaat wird der trockene Streifen, der den Insekten im Winter einen Unterschlupf bietet, abgemäht.

Die Aussaat auf den elf öffentlichen Grünflächen mit einer Gesamtfläche von etwa 1000 Quadratmetern erfolgt Anfang bis Mitte April. Bereits im vergangenen Jahr sorgten die Sommerblumenwiesen an der Musikschule und am Zugang Marktstraße für Begeisterung bei den Bürgern.

Für die Landwirte ist eine andere auf die Feldflur angepasste Mischung vorgesehen. Im Rahmen des Projekts ist zudem eine Fotoaktion geplant, bei der die schönsten Blumenkompositionen im Herbst in einer Broschüre mit Infos zum Artenschutz und der Bedeutung von Blühstreifen veröffentlicht und in einem Wettbewerb prämiert werden.

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