Bauwerke für späteren Ausbau der Autobahn ausgelegt

A49-Brücken: Abriss beginnt im Sommer

Wird abgerissen und neu aufgebaut: Die Brücke über die Landesstraße in Richtung VW-Werk. Zunächst kommt die Seite mit den Fahrspuren in Richtung Fritzlar an die Reihe. Fotos: Kühling

Baunatal. Zwei 50 Jahre alte, marode Brücken der A 49 bei Baunatal-Nord werden ab dem Sommer erneuert.

Dabei handelt es sich um die Überfahrten der Landesstraße von Rengershausen in Richtung Haupttor des VW-Werks sowie den Fasanenweg, die Zufahrt Richtung Wohn- und Gewerbegebiet Buchenloh.

Zunächst sollen die Fahrbahnen Richtung Fritzlar abgerissen werden. Der Verkehr rollt während des Neubaus dieser Seite eingeschränkt über die verbleibenden Autobahnhälften (derzeit Fahrtrichtung Kassel).

Bevor es allerdings so weit ist, muss die verbleibende Seite erneut mit einer Notunterstützung abgesichert werden. Das war schon einmal vor vier Jahren geschehen. „Schließlich muss dann der komplette Verkehr in beiden Richtungen über diesen Teil rollen“, erläutert Horst Sinemus, Sprecher der planenden Landesbehörde Hessen Mobil. Kosten für das Stützkorsett: 700 000 Euro.

Für den Einbau der Konstruktionen müssen die darunter gelegenen Straßen laut Sinemus nacheinander an drei Wochenenden im Frühjahr voll gesperrt werden. Dies geschehe immer freitags von 17 Uhr bis sonntags um 21 Uhr. „Für die Zeit der Vollsperrung werden Umleitungen eingerichtet. Die Buchenlohsiedlung ist dann über den Parkplatz des Volkswagenwerkes erreichbar.“ Bis Mai soll diese Phase abgeschlossen sein.

Vor gut vier Jahren waren den Behörden bei Routinekontrollen Mängel an den beiden Bauwerken aufgefallen. Mitarbeiter des sogenannten Kompetenz-Centers Bauwerkprüfung testeten unter anderem den Zustand des Betons. Ergebnis: Das Material war durch mehr als 40 Jahre Verkehrsbelastung angegriffen.

Die Behörden verhängten deshalb zunächst ein Verbot für Lkw mit einem höheren Gewicht als 44 Tonnen. Das macht seither vor allem Firmen, die regelmäßig Schwertransporte über die A 49 bewegen, zu schaffen. Sie müssen ihre Touren teilweise über längere Umleitungsstrecken planen.

Um ein mögliches Absacken der Decke zu verhindern, wurden schon damals unter beiden Brücken Stützkonstruktionen montiert. Die Pfeiler, die wenige Zentimeter unter den Fahrbahnen enden, sollen notfalls die Brückenkonstruktion halten. Kosten für diese Notstützen: 430.000 Euro.

Die neuen Bauwerke sollen schließlich so ausgelegt sein, dass ein späterer Ausbau der A 49 an dieser Stelle problemlos möglich ist. Über den Zeitrahmen sowie die Kosten für den Neubau der Brücken könne er noch nichts sagen, betont der Hessen-Mobil-Sprecher. Die Verhandlungen mit der Baufirma liefen noch.

Von Sven Kühling

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