Neues "Stadttor" muss warten

Altenritter Straße in Baunatal soll erst nach 2021 umgebaut werden

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Viel Asphalt, wenig städtisches Gepräge: Die Altenritter Straße zwischen der Einmündung „Am Goldacker“ (rechts) und dem Aqua Park wird wohl frühestens 2021 umgestaltet. 

Baunatal. An der Altenritter Straße in Höhe der Straße „Am Goldacker“ ist ein schönes neues Wohnquartier entstanden. Mit dem Bau eines großen Wohnhauses, das die Awo Nordhessen vermietet, wird dort ein besonderer Schlussakzent für das Wohnen am Stadtpark gesetzt.

Doch jenseits des gepflasterten Gehwegs endet das städtische Gepräge: Eine breite, rissige Fahrbahn verleitet zu schnellem Fahren. Gegenüber blickt man als Passant in den schmutzigen Zugang zur provisorisch zugenagelten, längst gesperrten früheren Fußgängerunterführung, aus der ein Rohr der Fernwärmeleitung ragt. Vor kurzem hat sich ein Anwohner darüber beschwert, dass der Zugang als Müllkippe missbraucht werde. Die Unterführung solle doch endlich verfüllt werden.

Da kann der Mann noch lange warten: Voraussichtlich wird sich in diesem Abschnitt der Altenritter Straße zumindest in den nächsten drei Jahren nichts tun. Erst 2020 seien 50 000 Euro für Planungskosten zur Umgestaltung der Straße vorgesehen, teilte die Stadt auf Anfrage mit. Dieser Betrag wurde aktuell in den Finanzplan eingestellt. Was danach kommt, dazu hat Erste Stadträtin Silke Engler (SPD) noch keine konkreten Vorstellungen. Nur so viel: Ein Umbau nach Art der Friedrich-Ebert-Alllee oder der gerade im Umbau befindlichen Heinrich-Nordhoff-Straße komme nicht in Betracht, da die Straße nicht zum City-Konzept gehöre. Sie wünsche sich aber einen „städtischeren Charakter“ der Altenritter Straße in diesem Abschnitt.

Im Kern dürfte es dabei um eine Verkehrsberuhigung gehen. Die Altenritter Straße wirkt zwischen Aqua-Park und der Eimündung „Am Goldacker“ eher wie eine Ausfallstraße als ein repräsentatives Eingangstor zur Stadt. Bis zum Freibad können aus Altenritte kommende Autofahrer zugig mit Tempo 60 in die Stadt rauschen. Die Breite der Straße verleitet dazu, auch hinter dem Ortschild nicht so schnell dden Fuß vom Gas zu nehmen. Man habe schon einen Parkstreifen eingerichtet, um Autofahrern zu signalisieren, dass er sich nun in der Stadt befindet. Es sei auch angedacht, später mit Hessen-Mobil zu verhandeln, dass Ortsschild (ab diesem gilt Tempo 50) Richtung Altenritte zu versetzen.

Auch mit der Einmündung „Goldacker“ dürften sich die Planer befassen. Ihr „Trichter“ ist so breit, dass dies auch zum schnellen Einbiegen verleiten kann. Nicht nur mit der wenig ansehnlichen Straße, auch mit dem Loch der Unterführung werden die Bürger noch lange leben müssen. Es sei ingenieurtechnisch nicht möglich, die Unterführung einfach mit Beton zu verfüllen ohne den Straßenkörper anzufassen, sagt Engler. Außerdem schauten die Stadtwerke regelmäßig vorbei, um etwaige Müllablagerungen zu beseitigen.

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