Kooperation zwischen Wohnungsgesellschaft GWH und Stadt Baunatal

Am Baunsberg in Baunatal entstehen bis zu 240 neue Wohnungen

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Der Vorreiter: An der Birkenallee 37 wächst der Rohbau für 26 Sozialwohnungen in die Höhe. Im Frühjahr soll das Gebäude fertig sein. Die Stadt hatte hier der GWH auferlegt, eine Tiefgarage zu errichten. Im städtebaulichen Vertrag ist eine solche Pflicht laut Stadträtin Engler nicht vorgesehen. Der Vertrag räume der GWH einen „Korridor“ für den Nachweis der Stellplätze ein.

Baunatal. An der Birkenallee 37 wächst ein mehrgeschossiges Gebäude in die Höhe, in dem bis zum Frühjahr 2018 zunächst erstmal 26 Sozialwohnungen entstehen werden.

Der schon fast fertige Rohbau ist nun das Symbol für einen städtebaulichen Aufbruch im Baunsberg-Quartier, bei dem die Wohnungsgesellschaft GWH und die Stadt Baunatal für unabsehbare Zeit den Schulterschluss üben: Die Stadt und die GWH haben einen städtebaulichen Vertrag unterzeichnet, der ein schöneres Wohnen am Baunsberg aus einem Guss ermöglichen soll. Es geht um Wohnumfeldverbesserung, klare Wegestrukturen, die Anordnung von Parkplätzen und um die Schaffung von Wohnraum für etwa 600 Bewohner.

Baunsberg in Baunatal

„Wir wollen bis zu 240 Wohnungen bauen, und das zu Mietpreisen, die man sich leisten kann“, sagte GWH-Geschäftsführer Stefan Bürger bei der Unterzeichnung des Vertrages. Die Stadt Baunatal stehe mit diesem ganzheitlichen Projekt gegenüber vergleichbaren Kommunen beispiellos da. Baunatal erhofft sich von der Kooperation eine Aufwertung des Quartiers und vor allem eine Milderung des Wohnungsmangels. „Dem Ansturm wird man kaum Herr“, sagte Bürgermeister Manfred Schaub mit Blick auf die hohe Nachfrage. 

Blaupause für die Verdichtung des Quartiers: GWH-Geschäftsstellenleiter Christian Wedler (von links), Erste Stadträtin Silke Engler, GWH-Geschäftsführer Stefan Bürger und Bürgermeister Manfred Schaub mit dem Bebauungsplan für den Baunsberg (er ist im Hintergrund zu sehen). Der Plan soll ab Frühjahr nächsten Jahres Baurecht in der Siedlung schaffen. 

Der städtebauliche Vertrag gibt den Rahmen für die Quartiersentwicklung in den nächsten Jahren vor. Dem zugehörigen Bebauungsplan hatte die Stadtverordnetenversammlung schon am Vortag der Unterzeichnung zugestimmt. Die GWH will zunächst vier Gebäude errichten, darunter den im Bau befindlichen Pilotbau an der Birkenallee 37, und 20 Millionen Euro investieren. Wenn es um sozialen Wohnungsbau geht, ist die Stadt ebenfalls finanziell dabei.

Welche Bauten entstehen werden, lassen GWH-Geschäftsführer Bürger und -Geschäftsstellenleiter Christian Wedler noch offen. Es müsse nicht immer Geschosswohnungsbau sein, auch Reihenhäuser als Wohnungseigentum seien vorstellbar. Viel hänge auch von den Förderprogrammen ab, die jährlich neu aufgelegt werden. Alle Wohnungen will die GWH barrierearm, 20 Prozent sogar rollstuhlgerecht errichten. Das ist beispielsweise für Ältere interessant, die aus ihrem Eigenheim in Baunatal in eine mehr für Senioren geeignete Wohnung umziehen wollen. Die GWH will vor allem die großen Freiflächen zwischen den Bestandgebäuden für ihre Neubauten nutzen. Die grünen Oasen im Quartier würden dennoch erhalten, sagte Erste Stadträtin Silke Engler.

Die GWH hat die Baunsbergsiedlung erst vor drei Jahren von der Gagfah übernommen. Inzwischen habe man dort 20 Prozent der Bäder saniert, die Modernisierung der Elektrik laufe, sagte Bürger. „Wir sind voll vermietet und erhalten ständig Nachfragen“, ergänzte Wedler.

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