Tempo 30 für Sommerbachstraße gefordert

Angst um Kinder wegen Raserei in Großenritte

Angst um spielende Kinder: Viktoria und Sebastian Sinning wünschen sich im Interesse von Nathanael, Gabriel, Maya und Raphael (von links) Tempo 30 auf der Sommerbachstraße.

Baunatal. Wenn die Drillinge Nathanael, Gabriel und Raphael (3) und ihre Schwester Maya (5) vor die Haustür gehen, um mit Kreide auf dem  Bürgersteig an der Sommerbachstraße in Großenritte zu malen, haben ihre Eltern Viktoria und Sebastian Sinning ein waches Auge auf sie.

„Spielen auf der Straße ist hier gefährlich“, sagt Viktoria und ergänzt: „Das ist hier schon immer eine Rennstrecke.“ Das Ehepaar fordert, dass auf der Sommerbachstraße nur noch Tempo 30 gefahren werden darf. Schließlich wohnten an dieser Straße noch mehr Kinder. Es hat sich deshalb an die HNA gewandt.

In der Tat fällt auf, dass für die umliegenden Straßen in dem Wohnquartier Tempo 30 angeordnet ist. Nur auf der Sommerbachstraße, die als relativ breite, lange Gerade von der Kasseler Straße abzweigt und dann in einer scharfen Kurve in die Obere Sommerbachstraße übergeht, darf 50 gefahren werden. Daran hielten sich viele Autofahrer aber nicht, sagt Sebastian Sinning. Es sei auch unlogisch, dass die Sommerbachstraße von der Tempo-30-Zone ausgenommen sei.

Das findet Silke Engler, die Erste Stadträtin, nicht. Tempo 50 gehe dort schon in Ordnung, weil es sich um eine sogenannte Wohnsammelstraße handele, die den Verkehr aus den Anliegerstraßen weiter zu den Hauptverkehrsstraßen leite. Außerdem sei die Sommerbachstraße ihrer Erfahrung nach wenig befahren. „Mir sind keine Klagen bekannt“, sagt sie. Die Sinnings haben eine andere Wahrnehmung. Die Sommerbachstraße werde von Autofahrern benutzt, die die enge Kreuzung Niedensteiner Straße/Besser Straße umgehen wollen, um nach Hertingshausen oder Gudensberg zu gelangen.

Engler empfiehlt Anwohnern, die den Eindruck haben, dass vor ihrer Haustür zu schnell gefahren werde, sich an die Stadt zu wenden. Diese werde dann digitale Messgeräte aufstellen, die nicht nur die Geschwindigkeit, sondern auch den Anteil der Autos messen, die deutlich zu schnell unterwegs seien. Wenn dabei gravierende und zahlreiche Verstöße festgestellt würden, werde anschließend geblitzt, sagte die Erste Stadträtin.

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