Arbeiten an Straßenbahnstrecke Kassel-Baunatal: Alte Weichen kommen raus

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Gewohntes Bild: Seit 1995 rollen die Bahnen zur Haltestelle Stadtmitte. Dieses Foto entstand zum 20. Jubiläum der Tramstrecke im vergangenen Mai.

Baunatal. Seit genau 20 Jahren rollt die Straßenbahn nahezu ohne größere Zwischenfälle zwischen Kassel und Baunatal. Am kommenden Wochenende stehen umfangreichere Sanierungsarbeiten auf dem Schienenstrang an. Die KVG setzt deshalb auf Teilstrecken Ersatzbusse ein.

Nach Angaben von KVG-Sprecherin Heidi Hamdad müssen unter anderem zwei 20 Jahre alte Weichenanlagen ausgetauscht werden. „Einmal an der Haltestelle Stadtmitte und einmal am Bahnhof Großenritte.“ Beide Schienenteile stammten aus dem Anfangsjahr der Bahnstrecke von 1995. Auch werden mehrere Bahnübergänge auf Vordermann gebracht.

Start am Freitag

Die erste Phase der Bauarbeiten startet am Freitag, 11. September, mit Betriebsbeginn. Bis Samstag um 20 Uhr rollen die Bahnen dann lediglich bis zur Haltestelle Stadtmitte. Die Busse fahren von dort durch die Rudolf-Diesel-Straße und die Friedrich-Ebert-Allee bis zum Bahnhof Großenritte.

Zweiter Bauabschnitt

Bauen am Schienenstrang: Schon 2011 gab es Arbeiten an den Übergängen, hier im Bereich Kirchbaunaer Straße.

Im zweiten Bauabschnitt von Samstag, 12. September, um 20 Uhr, bis Sonntag, 13. September, zum Betriebsschluss, enden die Fahrten der Tram bereits an der Haltestelle VW-Werk. Die Ersatzbusse fahren von da bis zum Bahnhof Großenritte. Die Haltestellen „Kleingartenverein“, „Albert-Einstein-Straße“ und „Hünstein“ entfallen.

Bei den Arbeiten an den Weichen werde auch der Straßenbelag beschädigt, erläutert Hamdad weiter. Deshalb seien auch Straßenarbeiten notwendig. Bauherr der Sanierung ist laut Hamdad die Regionalbahn Kassel (RBK) GmbH.

Meilenstein für die VW-Stadt

Die Bahnstrecke zwischen Kassel und Baunatal wurde am 27. Mai 1995 eröffnet. Der neue Schienenstrang kostete damals 33 Millionen Mark (rund 18,3 Millionen Euro). Für die VW-Stadt galt der Bau damals als Meilenstein in der Entwicklung. Über 5000 Fahrgäste passieren täglich allein die Haltestelle Stadtmitte (früher ZOB). Zunächst wurde der Abschnitt bis zur Stadtmitte eröffnet, später wurde bis Großenritte erweitert.

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