71 VW-Azubis starten jetzt ins Berufsleben

Ausbildung bei VW abgeschlossen: Weite Wege in das Baunataler Werk

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Baunatal VW-Werk Azubis Volkswagen Akademie 71 Auslerner gehen in ihre Berufe, rechts mit dabei Andreas Reiss von der Akademie, stellvertretender Personalleiter Jörg Asmuth und Bilal Sahin vom Betriebsrat.

Baunatal. 71 Auslerner im Baunataler VW-Werk werden übernommen. Sie erleben unter anderem den digitalen Wandel.

Benedikt Müller

„Ein sicherer Arbeitsplatz ist heute viel wert“, sagt Benedikt Müller. Der 22-Jährige aus dem thüringischen Siemerode nimmt jeden Tag 75 Kilometer Anfahrt in Kauf, um ins VW-Werk Kassel in Baunatal zu kommen. „Ich baue auf Volkswagen“ sagt er.

Müller ist einer von 71 Auszubildenden, die nach erfolgreicher Prüfung jetzt ins Berufsleben starten. Weitere sechs schlossen als sogenannte „Stips“ (Studenten im Praktikum) eine Kombination aus Studium und Berufsausbildung ab.

Alle Azubis mit Abschluss werden im Baunataler Werk übernommen. Die Absolventen kommen aus acht Berufsgruppen – vom Industriemechaniker, über den Mechatroniker bis zur Fachkraft für Lagerlogistik. Immerhin: Der Frauenanteil liege bei 26 Prozent, wie stellvertretender Personalleiter Jörg Asmuth bei der Übergabe der Urkunden erläuterte.

Insgesamt 700 Azubis im Baunataler Werk

Doch damit will sich der Autokonzern nicht zufriedengeben. „Wir sind im Werk bemüht, den Frauenanteil zu erhöhen“, so Asmuth. Insgesamt gibt es rund 700 Azubis im Baunataler Werk.

Elf Absolventen des Jahrgangs, darunter auch Mechatroniker Benedikt Müller, haben mit der Note eins abgeschlossen. Müller hat schon einen Arbeitsplatz in der Getriebeproduktion sicher. Er wolle sich aber auf jeden Fall weiterbilden, sagt der 22-Jährige. Sein Traum sei es, später mal in der Instandhaltung zu arbeiten.

Umbruch zur Digitalisierung 

In den Umbruch bei Volkswagen hin zur Digitalisierung sind die jungen Frauen und Männer bereits eingebunden. Die meisten seien „Digital Natives“ (Einheimische im Bereich Digitalisierung) und mit dem Handy aufgewachsen, betonte Asmuth. Er vermute, dass der Umbruch schnell kommen werde, sagt Azubi Benedikt Müller.

Bewerbungen für den Ausbildungsstart 2019 sind noch bis zum 31. Oktober 2018 möglich.

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