Eben geplant, schon ausgebucht: Das Quartier am Stadtpark

Awo hat nächstes Projekt in Baunatal bereits im Visier

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Modell für seniorengerechtes Wohnen: Viele Nachfragen an einer Wohnung im Komplex der AWO im Quartier am Stadtpark in Baunatal. 

Baunatal. Das neue Quartier der Arbeiterwohlfahrt (Awo) am Stadtpark ist wie ein Tropfen auf den heißen Stein - und beflügelt anscheinend die Awo, gleich ein weiteres Vorhaben anzuschließen.

Das Altern ist kein Zustand, sondern ein fortschreitender Prozess. Wem zunächst ein bisschen Hilfe im Haushalt reicht, der kann schon bald auf mehr Unterstützung bei der Bewältigung des Alltags angewiesen sein, bis hin zu einem Pflegedienst. Die Arbeiterwohlfahrt (Awo) deckt inzwischen im neuen Quartier am Stadtpark alle diese Phasen maßgeschneidert ab.

Nur ein vorläufiger Schlusspunkt ist das komfortable Mietshaus mit 24 barrierefreien und zum Teil auch rollstuhlgerechten Wohnungen an der Altenritter Straße. Wie die HNA aus zuverlässiger Quelle erfahren hat, ist bereits ein weiteres, ähnliches Projekt auf den beiden verbleibenden Baugrundstücken des Stadtparks in Zusammenarbeit mit einem Investor im Werden. Die Arbeiterwohlfahrt hält sich allerdings auf Nachfrage bedeckt. Solche Informationen könne nicht dementieren, sagte Awo-Sprecherin Sigrid Wieder. Die Awo wolle sich zum jetzigen Zeitpunkt aber dazu nicht äußern.

Fels' Architekten aus Borken haben das Mietshaus für Senioren an der Altenritter Straße 29 für mehr als zwei Millionen Euro errichtet, die Arbeiterwohlfahrt (Awo) Nordhessen hat es als Hauptmieter übernommen und an Senioren untervermietet. Insgesamt ist das ein Konzept mit Modellcharakter, bei dem die Stadt Baunatal – auch mit einem Darlehen – Pate gestanden hat.

Doch das bereits realisierte Projekt ist wie ein Tropfen auf den heißen Stein und beflügelt anscheinend die Awo, gleich ein weiteres Vorhaben anzuschließen. Dabei scheint der Investor Fels aber nicht im Boot zu sein. „Wegen der beiden freien Grundstücke und dem was dort geschieht, kann ich Ihnen leider auch keine weiterführende Auskunft erteilen“, antwortet Architekt Manfred K. Fels.

Schon während die Seniorenwohnungen noch im Bau waren, wurden sie allesamt vermietet. „Wir haben noch über 100 weitere Nachfragen“, berichtet Michael Schmidt, Geschäftsführer der Awo Nordhessen. Man habe die Mieter streng nach der Dringlichkeit eines Umzugs ausgewählt. Die Resonanz mag auch daran liegen, dass der Mietpreis mit 7,60 pro Quadratmeter relativ moderat gehalten werden konnte. Das sei unter anderem durch die Inanspruchnahme von Kfw-Mitteln aus dem Energieeinsparungsprogramm gelungen, sagt Fels. Das Mietshaus sei hoch energieeffizient, sagt er.

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