Azubi-Börse des KSV Baunatal: Anschub für Lehrstellen-Suche

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Technik zum Anfassen: Tim Bräutigam von Alstom (rechts) zeigte Jonas Umbach und Lorenz Bergmann von der THS (von links), wie die automatische Sortiermaschine funktioniert, die Auszubildende selbst gebaut haben.

Baunatal. „Viele wissen noch nicht genau, was sie machen sollen", sagt Marco Neudert, angehender Industriekaufmann. Neudorf vertritt einen der 50 Arbeitgeber bei der ersten Azubi-Börse des KSV Baunatal.

„Viele haben Angst, eine falsche Entscheidung zu treffen und gehen deshalb erst mal länger zur Schule", meint Tim Bräutigam, der im zweiten Jahr bei Alstom in Kassel den Beruf des Elektronikers für Betriebstechnik erlernt. Beide raten Schülern, sich frühzeitig zu orientieren und ihr Talent für bestimmte Berufe auszuprobieren.

Neudert, im dritten Lehrjahr bei Technoform, und Bräutigam vertraten zwei von rund 50 Arbeitgebern aus der Region, die Ausbildungsmöglichkeiten und Karrierechancen für junge Leute bei der ersten Azubi-Börse des KSV Baunatal in der Max-Riegel-Halle präsentierten. Die Bundeswehr war mit ihrem Karriere-Mobil dabei, Speditionen hatten sogar einen großen Lkw vor die Halle gefahren.

Die mit Kooperationspartnern wie der Techniker Krankenkasse und der Stadt Baunatal veranstaltete Börse bot 700 Schülern aus Baunataler Schulen die einzigartige Chance, sich auf engem Raum über Hunderte von Berufen zu informieren und Kontakte mit Arbeitgebern zu knüpfen. Für viele von ihnen war es erst einmal wichtig, sich zu orientieren, ihre Hemmschwelle zu überwinden und auf die Firmenvertreter zuzugehen. Zu denen gehören Timo Krug (14) und Felix Plettenberg (14) von der Theodor-Heuss-Schule (THS) nicht. Beiden macht die Arbeit mit Technik Spaß. Am Stand von SMA löteten sie kleine LED-Leuchten zusammen. „Elektroniker für Geräte und Systeme sind überall gefragt“, sagte Chavier Grys, der diesen Beruf beim Niestetaler Wechselrichter-Spezialisten erlernt. „Ein Praktikum ist ganz wichtig, um sicher zu sein, die richtige Berufswahl getroffen zu haben“, fügte er hinzu. Räumlich waren bei dieser ersten Azubi-Börse alle Möglichkeiten ausgereizt. Die Agentur für Arbeit musste mit dem „Katzentisch“ im Foyer der Halle vorliebnehmen. Dort herrschte weniger Betrieb als drinnen.

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