Autohaus Glinicke will Gelände nutzen

Bau- und Gartenmarkt in Baunatal schließt Ende März

Weihnachtsbaum ergattert: Walter (links) und Michael Saul haben im Herkules Bau- und Gartenmarkt einen Baum gekauft. Ende März sollen sich die Pforten des Betriebes an der Porschestraße schließen. Fotos: Kühling

Baunatal. Ende März ist endgültig Schluss: Dann schließt der Herkules Bau- und Gartenmarkt an der Porschestraße in Baunatal für immer seine Pforten.

Den 19 Mitarbeitern wurden die Schließungspläne der Edeka Hessenring GmbH in Melsungen, die den Markt unweit des VW-Werks betreibt, kürzlich während einer Betriebsversammlung mitgeteilt. Das benachbarte Autohaus Glinicke will sich auf das frei werdende, 3200 Quadratmeter große Grundstück ausdehnen.

„Der Markt wird zum 31. März geschlossen“, bestätigt Karin Buss vom Betriebsrat bei Edeka Hessenring auf Anfrage. Die Verhandlungen über die Weiterbeschäftigung der Mitarbeiter sei problemlos gelaufen, sagt sie weiter. Die Beschäftigten seien größtenteils in Märkten in Baunatal, Melsungen, Frankenberg und Fritzlar untergekommen. Für zwei Mitarbeiter sei eine Variante mit einer Abfindung gewählt worden. Zwei Beschäftigte gehen nach Informationen der HNA in Ruhestand.

Keine Stellungnahme 

Edeka-Hessenring-Geschäftsführer Hans-Richard Schneeweiß wollte sich auf Anfrage nicht zu der Schließung des Bau- und Gartenmarktes in Baunatal äußern. Es gebe dazu keine Stellungnahme, sagte er lediglich.

Dem Vernehmen nach soll die Entscheidung für die Aufgabe des Standortes an der Porschestraße mit der Entwicklung eines zweiten Standorts in Baunatal, nämlich am Ratio-Land in Hertingshausen, gereift sein. 2011 hatte die Edeka Hessenring am Ratio-Land einen völlig neuen Bau- und Gartenmarkt mit einer Fläche von rund 6000 Quadratmetern eröffnet. Der Markt ist damit fast doppelt so groß wie der Standort Porschestraße.

In der Nachbarschaft: Das Autohaus Glinicke will sich auf das Gelände des Bau- und Gartenmarktes ausweiten.

„Es wäre nicht schön, wenn der Markt schließt. Es gibt doch viele Sachen hier“, sagt beispielsweise Kunde Walter Saul. Von Altenritte aus sei er häufiger zu dem Betrieb an der Porschestraße gekommen. „Hier ist es nicht so voll wie oben am Ratio“, so Saul.

Wie weit die Pläne des Autohauses Glinicke für eine Erweiterung sind, ist noch nicht bekannt. Das Unternehmen gab trotz mehrfacher Anfrage keine Stellungnahme zu dem Vorhaben ab.

Die Glinicke Gruppe hatte vor einigen Jahren das ehemalige VW-Autohaus Struckhoff in Baunatal übernommen. Seither wurde der Betrieb in regelmäßigen Abständen vergrößert.

Von Sven Kühling

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