Bau- und Wirtschaftsmesse lockte nicht die Massen

Kochendes Wasser aus dem Hahn: Christian Krug (rechts) erklärte bei der Bau- und Wirtschaftsmesse in Baunatal, wie das funktioniert. Jochen Trogisch (von links), Jessica Krug, Irmgard und Edgar Jäger (von links) waren sichtlich beeindruckt. Fotos: Dilling

Baunatal. Die Bau- und Wirtschaftsmesse Baunatal verbuchte am ersten Tag nicht die erhofften Besucherzahlen. Sonntag waren es zwar mehr, doch der große Ansturm blieb aus.

Wer plant, ein Eigenheim zu bauen, schaut vorher gern, was es an neuer Technik gibt. Vor allem, wenn es dem Geldbeutel hilft. Und es sind manchmal Kleinigkeiten, die den Unterschied machen.

Tischlermeister Christian Krug führte das den Besuchern der Baunataler Bau- und Wirtschaftsmesse spektakulär vor: Wasserhahn auf und schon dampft es mächtig über der Spüle. Kochendes Wasser aus dem Hahn, das ersetze den Wasserkocher, sagt Krug. Da könne man Einiges an Energiekosten sparen.

Das Publikum an Krugs Messestand blieb trotz der interessanten Vorführung am Samstagvormittag überschaubar. Einige andere Standbetreiber hatten noch deutlich weniger zu tun. Kein Gedränge herrschte in den Gängen der Rundsporthalle. Einige der 43 Teilnehmer der Messe, auf der eine Vielzahl von Branchen vertreten war, äußerten die Vermutung, dass der Zeitpunkt für die Baunataler Messe nur eine Woche nach Ende der Kasseler Frühjahrsausstellung nicht so glücklich sei.

Roman Junge von der Sparda-Bank, die wie die Raiffeisenbank Baunatal und die Kasseler Sparkasse unter anderem für günstige Baukredite warb, sah es nicht so tragisch. „Wichtig ist nicht die Menge des Publikums, sondern die Menschen, die wirklich Interesse an unseren Produkten haben“, sagte er. Und da hätten er und seine Mitarbeiter schon gute Gespräche geführt. Am Sonntag war die Messe dann deutlich besser besucht, Gedränge herrschte aber auch an diesem Tag nicht.

Bau- und Wirtschaftsmesse in Baunatal

Georg Ullrich aus Schauenburg war schon am Samstag mit der Publikumsresonanz zufrieden. Der Chef von Ullrich Haustechnik hofft wie andere Branchenkollegen, die an der Messe teilnahmen, dass sich noch mehr Hausbesitzer entscheiden, ihre Heizung zu erneuern. „Viele zögern, weil sie denken, es kommt ständig etwas Neues auf Markt. Man kann aber nichts verkehrt machen, denn sparen tut man auf jeden Fall“, sagte er. Internet und vernetzte Technik würden auch bei Heizungsinstallationen immer wichtiger. „Wenn ich das Fenster aufmache, schließt das Heizungsventil“, erklärte er.

Stärken konnten sich die Besucher der Messe nicht nur vor am Bratwurststand. Wie schon vor drei Jahren: Adelheid Treu, Beate Schmid und Annika Förster mixten und kochten mit der kompakten Küchenmaschine eines Herstellers, der sonst vor allem für seine speziellen Staubsauger bekannt ist, allerlei Gesundes. Ein elektronisches Kochbuch in dem Gerät sorgt dafür, dass man dabei nichts falsch machen kann.

Von Peter Dilling

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.