Fahrstuhl und Rampe werden installiert

Bauarbeiten am Haupttor: Bald barrierefrei ins Baunataler VW-Werk

Steiler Anstieg: Die Treppe zwischen Parkplatz und Eingang stellt für Behinderte derzeit ein Hindernis dar. Das Bild zeigt Helmut Hauff von der Firma Autark auf dem Weg ins Werk.

Baunatal. Wer mit dem Rollstuhl ins Baunataler VW-Werk gelangen will, stößt an seine Grenzen: Eine Treppe zwischen Parkplatz und Haupttor macht ein Weiterkommen unmöglich. Das soll sich ändern.

Denn jetzt tut sich was am Eingang des größten Arbeitgebers der Region mit 16 500 Beschäftigten. Der Bereich, der noch aus den Anfängen des Werks vor 60 Jahren stammt, wird barrierefrei umgebaut.

„Wir haben allein über 50 Mitarbeiter, die eine Geh-Einschränkung haben“, erläutert stellvertretender Personalchef Jörg Asmuth. Für diese habe man jetzt eine Lösung erarbeitet, wie sie einfach vom Behinderten-Parkplatz auf die erste Ebene gelangen können. Bisher mussten Rolli-Fahrer entweder einen weiten Umweg über eine benachbarte Fußgängerbrücke in Kauf nehmen oder über die stark befahrene Straße durch das Tor rollen.

Auf der Rückseite eines der beiden Gebäude am Haupttor entsteht ein Anbau. Dort wird ein Fahrstuhl installiert. Zusätzlich soll es eine Rampe geben, auf der Rolli-Fahrer künftig bequem ins Werk kommen können. Das Konzept, so Asmuth, habe man gemeinsam mit dem Integrationsamt erarbeitet.

Unterstützt wird der Umbau auch vom Betriebsrat. Der Haupteingang sei das Aushängeschild, sagt Christian Wetekam. Mit dem neuen Anbau könne man insgesamt die Prozesse am Tor verbessern, weil auch die dort untergebrachten Mitarbeiter der Werksicherheit mehr Platz bekommen. Die Arbeiten sollen laut Werksprecher Heiko Hillwig im Frühjahr abgeschlossen sein. Eine Investitionssumme nennt er allerdings nicht.

Das VW-Werk, das im nächsten Jahr 60. Geburtstag feiert, ist an vielen Ecken noch von Barrierefreiheit weit entfernt. Systematisch schaue man sich jeden Punkt an, erläutern Wetekam und Asmuth. Insbesondere gehe es um die stark frequentierten Bereiche. „Da gucken wir, dass wir Barrierefreiheit hinbekommen“, so der stellvertretende Personalchef.

Untersucht werden nach und nach alle Abteilungen in der Fabrik. Dabei gehe es nicht nur um Hilfen für Rollstuhlfahrer, sondern auch um die Anliegen etwa von Gehörlosen und Kleinwüchsigen. Für letztere ist manchmal schon ein zu hoch angebrachter Schalter ein Problem. „Deshalb ist es ganz wichtig, dass wir die Betroffenen mit einbinden“, betont Asmuth.

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