3. Handball-Liga: Eintracht geht die Puste aus

Baunatal verliert nach schwacher Offensivleistung 21:22 gegen Großwallstadt

Mit Volldampf voraus: Baunatals Phil Räbiger lässt sich in dieser Szene vom Großwallstädter Patrick Gempp (rechts) nicht aufhalten. Foto: Schachtschneider

Baunatal. Eintracht Baunatal geht im Schlussspurt des Abstiegskampfes der 3. Handball-Liga zunehmend die Puste aus: Mit 21:22 (10:10) verloren die Großenritter gegen den TV Großwallstadt, der seinen Vorsprung vor der Eintracht auf vier Zähler ausbauen konnte.

„Wir haben eine Grütze gespielt. Wer zu Hause nur 21 Tore wirft, kann solche Spiele nicht gewinnen“, wetterte Eintracht-Trainer Mirko Jaissle.

Dabei hatte seine Sieben zunächst sehr konzentriert begonnen. Nach acht Minuten führte Baunatal 4:1, auch weil die Großwallstädter 5:1-Deckung nicht aufging. Die Gäste reagierten und stellten die Verteidigung um. Durch Unkonzentriertheit und technische Fehler lud die Eintracht die Mainfranken ein, wieder zurück ins Spiel zu finden. Nur vier Minuten nach der Drei-Tore-Führung hatte Großwallstadt beim Stand von 5:4 das Spiel gedreht. Es folgte eine Partie, die dem Niveau eines Drittligaspiels über weite Strecken nicht gerecht werden konnte. Immer wieder kam es zu Anspielfehlern, und voreilige Abschlüsse aus dem Rückraum häuften sich auf beiden Seiten, sodass der 10:10-Halbzeitstand in Ordnung ging.

Im zweiten Durchgang gelang es Großwallstadt, Baunatals bis dahin erfolgreichsten Torwerfer, Matthias Heim, weitestgehend aus dem Spiel zu nehmen. Das Baunataler Angriffsspiel geriet ins Stocken. Einen Zwei-Tore-Rückstand (34.) konnten die Hausherren zwar schnell zum 13:13-Ausgleich neutralisieren (37.), doch eine eigene Führung sprang nicht mehr heraus.

Felix Geßner, der nach langer Auszeit sein Comeback feierte, sorgte zwar für Schwung, war aber zu häufig auf sich allein gestellt. Mit sechs Treffern machte er seine Sache zwar ordentlich, für eine gute Gesamtoffensive reichte seine Leistung aber nicht. Auch die Gäste wussten nur selten zu überzeugen, hatten mit Florian Eisenträger aber einen Routinier, auf den das Spiel zugeschnitten war und der mit neun Treffern einen gewichtigen Anteil am Sieg seiner Mannschaft hatte. 17 Sekunden vor der Schlusssirene vergab Geßner die Gelegenheit zum Ausgleich und Baunatals Niederlage war besiegelt.

„Ich habe den Fehler gemacht, zu lange an den etablierten Spielern festzuhalten, statt früher den jungen Spielern eine Chance zu geben“, zeigte sich Jaissle nach der Niederlage selbstkritisch.

Von Tobias Kisling

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