Baunatal: Millionen fließen in die Sportanlagen

Baunatal. Renovierung des Parkstadions, neue Kunstrasenplätze für Großenritte, Rengershausen, Hertingshausen und am Stadion - die Stadt Baunatal investiert auch 2015 mehrere Millionen Euro in die Sportanlagen.

Verankert sind diese Vorhaben im neuen Haushaltsplan, den Bürgermeister Manfred Schaub (SPD) in der Stadtverordnetensitzung am Montag vorstellte.

Im Parkstadion sollen unter anderem die Rasenfläche, der Tunnelbereich samt Sanitäranlagen, der Aufenthaltsbereich im Untergeschoss und die Lautsprecheranlage erneuert werden. Zwei Millionen Euro sind im Etat dafür vorgesehen.

Während der Großenritter Sportverein aktuell für 980.000 Euro einen neuen Kunstrasenplatz erhält, kommen im nächsten Jahr der TSV Rengershausen (950.000 Euro) und wahrscheinlich auch der TSV Hertingshausen (Planung noch nicht abgeschlossen) an die Reihe. Am Parkstadion soll ein bestehender Kunstrasenplatz für 375.000 Euro erneuert werden.

Wie viel Geld die Stadt in die Vereinsarbeit steckt, machte Schaub an einem Beispiel deutlich: „Rund 6 Millionen fließen insgesamt über die Jahre verteilt in den Sportpark Hertingshausen.“ Baunatal setzt auch 2015 eher auf den Grundsatz: Großprojekte vermeiden, Erhalt des Bestehenden. Schaub formulierte das so: Trotz der genannten Schwerpunkte ließen sich die Grenzen des Machbaren deutlich erkennen. „Spielraum für neue Aufgaben oder komplett neue Gebäude sollen deshalb keine Wunschzettel füllen.“

Zahlen zur Finanzausstattung Baunatals nannte der Bürgermeister kaum. Und das hat auch einen Grund: Noch liegen dem Rathaus keine verlässlichen Werte vom Hauptsteuerzahler VW vor. Ob Baunatal 2015 mit weiteren Millionenbeträgen aus Wolfsburg rechnen kann, ist noch unklar. Laut aller Nachrichten vom Hauptsteuerzahler sei im kommenden Jahr nicht unbedingt mit Rekordsummen zu rechnen, sagte Schaub. Genaue Summen ergäben sich aus Gesprächen mit Vertretern von VW am Monatsende in Wolfsburg.

Und das sind weitere wesentliche Punkte aus dem Haushalt und dem Wirtschaftsplan der Stadtwerke:

• Erneuerung des Feuerwehrstützpunktes in Altenbauna: Dafür sind laut Schaub insgesamt drei Millionen Euro eingeplant, 1,5 Millionen stehen im Haushalt 2015. Die Wache werde komplett modernisiert und erweitert, sagt er.

• Anschaffung neuer Feuerwehrfahrzeuge und neuer Schutzkleidung für die Brandschützer: 500.000 Euro.

• Aufwand für Personal und Versorgungsansprüche: 24 Millionen Euro. Für den Bereich Kindertagesstätte und Senioren werden allein 152 Frauen und Männer beschäftigt. Zusätzlich gibt es 18 Stellen im Stadtteilzentrum Baunsberg sowie im Jugendzentrum Second Home. Beim Baubetriebshof arbeiten 73 Menschen.

• Erneuerung der Unterführung am Bahnhof Altenbauna: 900.000 Euro. Diese Investition zum Lückenschluss des Radweges Kassel-Baunatal stellt der Bürgermeister allerdings inzwischen infrage. Ob so viel Geld für einen einzelnen Unterführungsumbau ausgegeben werde, müsse neu überlegt werden.

• Gebühren der Stadtwerke: Diese bleiben laut Erster Stadträtin Silke Engler für die Baunataler im Jahr 2015 unverändert.

• Im Bereich Wasser investieren die Stadtwerke 630.000 Euro, im Bereich Abwasser 1,1 Millionen und bei der Fernwärme 350.000 Euro.

• Fehlbedarf für den Aqua-Park von 2,926 und die Straßenbeleuchtung von 756.000 Euro: Diese Beträge sollen durch den städtischen Haushalt ausgeglichen werden. Rund eine Million Euro wollen sich die Stadtwerke laut Engler von den Firmen wiederholen, die für die Schäden an den Fliesen im Bad verantwortlich sind.

Der Etat wird in der nächsten Parlamentssitzung am 15. Dezember diskutiert.

Von Sven Kühling

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