Orchester und Tänzer

Üben für Sportshow "Adrenalin" in Baunatal: Tempo machen bei Live-Musik

Baunatal. „Wir haben noch nie für Tänzer live gespielt“, sagt Orchesterchefin Ulrike Barth, eilt davon und kurz darauf schallt „Fluch der Karibik“ durch die Halle. Dazu wirbeln Mädchen durch die Luft.

Denn bei der besagten Premiere handelt es sich um den ersten Live-Auftritt des Sinfonieorchesters der Musikschule Baunatal gemeinsam mit den Sportakrobaten des KSV Baunatal.

Das Zusammenspiel üben die Beteiligten für die Sportshow „Adrenalin“ des KSV am Freitag und Samstag dieser Woche in der Baunataler Rundsporthalle. Entsprungen ist die ungewöhnliche Allianz einem Zirkusprojekt an der Friedrich-Ebert-Schule (FES), an dem der Klub und die Musikschule mitwirkten. Daraus entwickelten Karin König, Abteilungsleiterin der Sportakrobaten, und KSV-Chef Timo Gerhold die Idee, eigens zum Doppeljubiläum 125 Jahre Verein/50 Jahre Sportschau ein besonderes Live-Erlebnis zu bieten. Attraktiv präsentiert zu Filmmusik, nämlich der Ouvertüre zu „Star Wars“ und dem Thema von „Fluch der Karibik“.

Generalprobe in der Sporthalle der FES. Auf der einen Seite sitzen 40 Musiker vor ihren Notenblättern, in der anderen Hälfte wuseln 25 Sportakrobaten über eine große Matte. Probetöne hier, letzte Dehnübungen da – dann beginnt ein weiterer Durchlauf des Programms. Mit Unterbrechung. Denn Carolin Müller, die zusammen mit Maria Geringer die Choreografie entwickelt hat, bittet Boenke, das Tempo etwas zu verändern. Neuer Anlauf – jetzt passt es besser.

„Musik vom Band ist stets gleich“, sagt Anke Lippmann von der Sportakrobatik-Abteilung. Im Gegensatz dazu gelte es bei Live-Klängen, sich immer wieder neu auf den Rhythmus einzustellen. „Da muss man manchmal improvisieren“, ergänzt Karin König.

„Wir müssen total exakt spielen“, bestätigt Orchesterchefin Barth. Keine leichte Aufgabe, schließlich seien Amateure am Werk. Seit dem Sommer proben die Musikschüler intensiv für das Ereignis, berichtet Boenke. Aber das mache man gern, so Barth – schon allein aus Spaß am Crossover, nämlich dem Wechsel vom klassischen Repertoire eines Sinfonieorchesters zu Filmmelodien.

Exakt im Takt: Streicherinnen der Musikschule Baunatal mit Orchesterleiter Ortwin Boenke und tanzende KSV-Sportakrobaten bei der Generalprobe für die „Adrenalin“-Show.

Übrigens kommt am Freitag und Samstag, passend zur international besetzten Show „Adrenalin“, ein europäischer Aspekt hinzu. Freunde aus der Musikschule in Baunatals tschechischer Partnerstadt Vrchlabí unterstützen die hiesigen Instrumentalisten.

So werden 50 Streicher, Bläser und Percussionisten im Alter von zehn bis 70 Jahren auf dem Parkett der Rundsporthalle sitzen. Und 25 Sportakrobaten – die jüngsten sieben Jahre alt, die ältesten Anfang 30 – werden dazu tanzen und turnen. Das Premierenfieber steigt: „Ich hab’ schon jetzt Gänsehaut“, sagt Abteilungschefin König. 

Artisten, Tänzer Und Comedians

Die Jubiläumsausgabe anlässlich 125 Jahre KSV Baunatal und 50 Jahre Sportshow, geht am 3. und 4. November, jeweils ab 19.30 Uhr in der Baunataler Rundsporthalle über die Bühne. Wie seit über drei Jahrzehnten werden die „Flying Superkids“ aus Dänemark dabei sein. Handstand- und Einradakrobatik, Breakdance, sportlicher Slapstick und viele weitere Highlights aus Artistik und Show sind ebenfalls im Programm vertreten. Darüber hinaus werden wieder heimische Teams auftreten – darunter die Schautänzerinnen der Großenritter Carnevalsgemeinschaft und die Gruppe „Expression“ aus Hofgeismar. Die Sportakrobaten des KSV Baunatal sind außerdem wie immer im Einsatz, diesmal – eine Premiere – zu Livemusik der Musikschule Baunatal. Durch das Programm führen in diesem Jahr erstmals gemeinsam die Hit Radio-FFH Moderatorin Julia Nestle und KSV-Eigengewächs Christoph Klein. (hev)

Weitere Informationen zum Showprogramm gibt es unter www.adrenalin-sportshow.de Leider gibt es keine Karten mehr, die Sportshow „Adrenalin“ ist an beiden Tagen ausverkauft.

Rubriklistenbild: © Jünemann

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