Baunatal: Stadt setzt weiter auf den Stadtbus

Auftrag wird neu vergeben: Der Stadtbusverkehr soll auch über das Jahr 2016 in Baunatal bleiben. Vier Busse rollen im Linienverkehr, weitere vier Fahrzeuge sind für die Schulbusstrecken vorgesehen. Archivfoto: Dilling

Baunatal. Die Stadt Baunatal lässt sich auch weiterhin den Betrieb eines eigenen Stadtbussystems etwas kosten. 469 000 Euro sind ab 2016 der jährliche Zuschuss für den Betrieb von acht eigenen Fahrzeugen, die regelmäßig auf den sieben Linien (einschließlich Schulbusbetrieb) eingesetzt werden.

Das Stadtparlament stimmte jetzt den Plänen einer europaweiten Ausschreibung für zehn Jahre mit großer Mehrheit zu. Insgesamt kostet der Busbetrieb pro Jahr 1,4 Millionen Euro. Der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) rechnet demgegenüber mit Einnahmen über den Fahrkartenverkauf von etwa 680 000 Euro. Der Landkreis hat nach Angaben des Baunataler Rathauses einen Zuschuss von 265 000 Euro in Aussicht gestellt.

Die Stadt verbessert den Linienverkehr zumindest in Teilen. So rollen künftig auf zu später Stunde reguläre Busse auf den Linien. Die bisherige Variante von Anruf-Sammel-Taxis wird weitgehend aus dem System verschwinden. „Das ist eine Aufwertung“, betont auch Roger Lutzi, im Rathaus zuständig für den Nahverkehr.

Vier Busse bedienen die Linien durch die Baunataler Innenstadt und in die insgesamt sieben Stadtteile. Weitere vier Busse sind auf den Schulbusstrecken unterwegs. Zu den schwächeren Verkehrszeiten und an den Wochenenden werden auf den Linien nur zwei Fahrzeuge eingesetzt.

Die bisherige Buslinie 65 von der Stadtmitte über Hertingshausen nach Edermünde soll mit dem Neustart 2016 aus dem Stadtbusnetz entfallen. Die Strecke werde in ein Linienbündel Kassel-Fritzlar des NVV integriert, sagt Lutzi.

Von 6 bis 24 Uhr unterwegs

Die Stadtbusse sind in der VW-Stadt von 6 bis 24 Uhr unterwegs. Auf der Linie 60 rollen sie im Halbstundentakt, auf den anderen Strecken im Stundentakt.

Die Möglichkeit, auf Anruf-Sammel-Taxis zurückzugreifen, entfällt weitgehend. Diese Möglichkeit gebe es nur noch in den Randzeiten (Nachtschwärmer) sowie auf der Linie 62 Rengershausen-Guntershausen, heißt es. Mit der Ausschreibung werde sichergestellt, dass der besuch von Abendveranstaltungen für jeden Bürger möglich sind, betonte Ralf Löber (SPD) in der jüngsten Parlamentssitzung. Dierk Koch (CDU) mahnte an, dass es im Stadtbusverkehr keine Niederflubusse gibt, die das Ein- und Aussteigen für behinderte Menschen leichter machen. Die Grünen-Fraktion wollte eine Festlegung auf „alternative Antriebtechnik“ in der Ausschreibung verankert haben. Dieser Vorschlag fand im Parlament keine Mehrheit. In der Papier heißt es allerdings: „Der Einsatz alternativer Antriebstechniken ist im Rahmen der Neuausschreibung in geeigneter Weise zu prüfen.“

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