6747 Sportler im Verein

Der KSV Baunatal wächst weiter: Mitgliederzahl auf Rekordniveau

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KSV-Team des Jahres: Den Titel sicherten sich die frisch gebackenen Deutschen Meister im Inline-Hockey, die „Pinguine“ (Mitte), vor den Tennisdamen (links) und den KSV-Keglern (rechts).

Baunatal. Die Mitgliederzahlen auf Rekordniveau, keine Abteilung mit Defizit, insgesamt sogar ein leichter Überschuss im Haushaltsbuch: Ein Jahr nach dem Umbau der Vereinsspitze hin zu einer schlagkräftigeren, professionelleren Struktur steht der KSV Baunatal glänzend da.

„Die neue Struktur ist gelungen“, sagte Vorstandschef Timo Gerhold während der Delegiertenversammlung des größten Baunataler Sportvereins in der Stadthalle. Aktuell hat der KSV 6747 Mitglieder, so viele wie noch nie in der Vereinsgeschichte. Den größten Zuwachs gab es beim Reha-Sport.

Ohne Probleme ist der KSV Baunatal dennoch nicht: Auch ein Jahr nach dem Ausscheiden der langjährigen Präsidentin Ursula Harms hat der Verein noch keinen Nachfolger für diese Position gefunden. Das sieht Gerhold aber ganz entspannt. „Qualität geht vor Schnelligkeit“, sagte er vor den Delegierten. Das sechsköpfige Präsidium leiste auch ohne Chef eine hervorragende Arbeit. Man suche einen Kandidaten, der sich mit dem Netzwerk und den Abläufen im KSV gut auskenne, erklärte Gerhold.

Janina Huck: Sportlerin des Jahres

Man habe mehrere Personen im Verein angesprochen, die auch zunächst Interesse gezeigt hätten, sagte Vorstandsmitglied Friedrich Heintzemann. Schließlich hätten sie aber vor allem wegen des hohen Zeitaufwands, den das Amt erfordere, abgesagt.

Dabei hat der KSV-Präsident nach der Umstrukturierung im vergangenen Jahr nur repräsentative Funktionen und Kontrollaufgaben. Die vergebliche Suche scheint exemplarisch für ein Problem zu sein, dem Gerhold in den nächsten drei Jahren Priorität einräumen will: Es wird immer schwieriger, neue ehrenamtliche Kräfte, vor allem für zeitaufwendige Positionen, zu finden. Das habe man „mittelfristig und langfristig als Gefährdung ausgemacht“, erklärte Gerhold. Ähnlich hatte sich zuvor Vizepräsident Rolf Dubbel geäußert. Aktuell gebe es allerdings noch kein Problem. „Momentan sind 530 Ehrenamtliche bei uns tätig. Das ist eine Zahl, die uns stolz macht“, sagte der Vorstandschef.

Konzept in Arbeit

Marcel Becker: Sportler des Jahres

Dennoch arbeite der Vorstand bereits an einem Konzept, wie das Ehrenamt auf Dauer im KSV gestärkt werden könne. Ein weiteres Problem hat der KSV gerade gelöst: Er trennt sich von seinem Bistro in der KSV-Sportwelt. Ab 1. Juli werde eine Pächterin das bisher in Eigenregie betriebene Bistro übernehmen, kündigte Gerhold an. „Wir sind keine Gastronomen“, sagte er. Der Betrieb habe zu viele Kräfte des Vereins gebunden. Vorstandsmitglied Friedrich Heintzemann räumte ein, dass man mit dem Bistro die selbst gesteckten wirtschaftlichen Ziele nicht erreicht habe.

Der KSV verdanke sein Wachstum auch dem Umstand, dass „unsere Sportanlagen tipptopp sind“, sagte Bürgermeister Manfred Schaub. Er lobte das hohe soziale und gesellschaftliche Engagement des Vereins für die Stadt Baunatal.

Während der Delegiertenversammlung wurden die Sportakrobaten Marcel Becker und Janina Huck, die auch Trainerin ist, zu Sportlern des Jahres im KSV gekürt. Den Mannschaftstitel sicherte sich die Inline-Hockey-Mannschaft.

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