Parlament segnet Jahresabschluss der Stadtwerke ab

Baunatal: Wassergebühren könnten steigen

+
Machte im vergangenen Jahr Verlust: der Aqua-Park in Baunatal. Die Erlöse aus den Eintrittsgeldern sind aber gestiegen. 

Baunatal. Der Aqua-Park in Baunatal hat im Jahr 2016 mit einem Verlust von 2,1 Millionen Euro abgeschlossen. Das wurde am Montagabend in der Sitzung des Stadtparlamentes bekannt.

Im Jahr zuvor hatte das Minus wegen der Anfang des Jahres noch laufenden Sanierungsarbeiten noch bei 2,5 Millionen Euro gelegen. Letztendlich stimmte eine Mehrheit aus SPD und FDP für die Bilanz der Stadtwerke, die den Ausgleich des Defizits aus dem städtischen Haushalt bestimmt.

Wie Heinz Bachmann für die SPD erläuterte, sind die Erlöse aus dem Eintritt in den Aqua-Park von 151.000 auf 182.000 Euro im Jahr 2016 gestiegen. Allerdings war das Freizeitbad wegen der Anfang des Jahres 2015 laufenden Sanierung noch eine Zeit geschlossen. Kritik kam von der CDU.

Den Betreibern sei es nicht gelungen, die Attraktivität des Bades zu steigern, sagte Fraktionschef Sebastian Stüssel. „Hier dürfen unsere Anstrengungen nicht nachlassen.“ Die CDU bemängelte zudem, dass der städtische Zuschuss immer weiter steige. Vor einigen Jahren habe das Defizit nur bei 1,4 Millionen gelegen, so Stüssel.

Die Christdemokraten befürchten, dass durch andere Defizite in den Geschäftszweigen der Stadtwerke Gebührenerhöhungen nötig sind. Die SPD habe von einer Nachkalkulation im Bereich Wasser gesprochen. „Es ist eine Gebührenerhöhung“, sagte der CDU-Fraktionschef. Das gleiche gelte für den Sektor Abwasser. „Das finden wir nicht gut.“

Dass die Stadtwerke möglicherweise tatsächlich über eine Anhebung der Gebühren nachdenken müssen, hattte Heinz Bachmann zuvor erläutert. Der Bereich Wasser habe 2015 noch einen Gewinn von 72.000 Euro abgeworfen, 2016 gab es ein Minus von 38.000 Euro in der Kasse. Grundsätzlich bescheinigte der Sozialdemokrat der Arbeit der Werke eine gute Note. „Wir haben den Eindruck, unsere Stadtwerke stehen auf einem sehr soliden Fundament.“

Die Stadtverordneten gehen davon aus, dass die Stadtwerke in den nächsten Jahren verstärkt in die Erneuerung der Wasserleitungen investieren müsse. Diese seien nämlich Größtenteils über 50 Jahre alt.

Übrigens: Die Betreiber des Aqua-Parks hoffen auch weiterhin auf eine Entschädigung von einer Million Euro durch die Firmen, die für das Abplatzen der Fliesen in dem Bad kurz nach der Sanierung 2014 verantwortlich waren. Das Gerichtsverfahren dazu ist aber noch nicht abgeschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.